Geschäftseinbußen möglich
Mobilfunk-Fusion könnte Telekom schaden

Bislang wurde die Deutsche Telekom als Nutznießer der geplante Fusion von Cingular und AT&T Wireless gesehen. Nun wird allerdings nicht mehr ausgeschlossen, dass T-Mobile durch den Zusammenschluss der US-Konkurrenten Geschäftseinbußen erleiden könnte.

HB BONN. Mit konkreten Prognosen für das laufende Jahr hielt sich der Konzern in seinem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht jedoch zurück.

"Im Falle einer Konsolidierung unter den national tätigen Mobilfunkunternehmen ohne Beteiligung von T USA-Mobile könnten mittel-/langfristig Wettbewerbsnachteile mit negativen Einflüssen auf das Wachstum und die Profitabilität entstehen", schreibt die Telekom im Geschäftsbericht für das Jahr 2003, dessen Eckdaten bereits auf der Bilanzpressekonferenz vor fast drei Wochen bekannt gegeben wurden.

Bislang hatte die Telekom prognostiziert, T USA-Mobile werde von dem geplanten Zusammenschluss der Konkurrenten Cingular Wireless und AT&T Wireless profitieren. Eine Verschmelzung verschiedener Netzbetreiber bringt häufig technische Probleme mit sich, die wechselbereite Kunden schneller abspringen lassen. Negative Effekte hatte der größte europäische Telekom-Konzern ausgeschlossen.

Trotz einer erwarteten Konjunkturbelebung hält sich der größte europäische Telekom-Konzern mit detaillierten Prognosen für das laufende Jahr weiterhin bedeckt. Im Geschäftsbericht wurde lediglich eine "wiederholte Stärkung" des operativen Ergebnisses (Ebitda) und ein "weiter wachsender Konzernumsatz" prognostiziert. Der Jahresüberschuss soll trotz höherer Steuern durch Kostensenkungen und erwartete Umsatzzuwächse steigen.

Die seit November 2003 wiederholt abgegebene Erwartung eines Ergebnisses vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) von 19,2 (Vorjahr 18,3) Mrd. ? für 2004 erwähnte die Telekom im Geschäftsbericht nicht. Ein Telekom-Sprecher sagte dazu, der Geschäftsbericht enthalte wie in den Vorjahren nur qualitative, keine quantitativen Prognosen.

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