Gewinn sinkt
Nokia kämpft mit Billighandys in wichtigen Schwellenländern

Der finnische Handyhersteller Nokia musste im abgelaufenen Quartal wegen sinkender Gerätepreise Einbußen beim Gewinn hinnehmen. Dabei hat der Weltmarktführer im Weihnachtsgeschäft so viele Handys verkauft wie nie zuvor und mit einem Umsatz von 10,3 Mrd. Euro erstmals die Zehn-Milliarden-Grenze überschritten. Das entspricht einem Umsatzplus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

HB DÜSSELDORF."Ich bin extrem zufrieden mit der Leistung von Nokia - sowohl im vierten Quartal als auch im gesamten Jahr 2005", sagte Unternehmenschef Jorma Ollila gestern in Helsinki. Das Weihnachtsgeschäft ist für die Branche das beste im Jahr. Insgesamt steigerte Ollila dem Umsatz 2005 um 16 Prozent auf 34,2 Mrd. Euro.

Dennoch sind Gewinn und Rendite im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Finnen mussten beim Nettogewinn ein Minus von einem Prozent auf 1,1 Mrd. Euro hinnehmen. Die Marge bei Mobilfunkgeräten sank um fast zwei Prozentpunkte auf 17,1 Prozent.

Der Grund dafür ist Nokias Fokus auf Schwellenländer. In zahlreichen Industrienationen näheren sich die Mobilfunkmärkte der Sättigungsgrenze. Dort entsteht zunehmend Druck auf die Preise. Um weiter wachsen zu können, setzt Ollila auf Emerging Marktes wie China und den asiatisch-pazifischen Raum.

Im abgelaufenen Quartal hat Nokia zwar immer noch die meisten Handys in Europa verkauft. China und Asien-Pazifik wiesen jedoch mit Abstand die größten Zuwächse auf. "Das verbesserte Produktangebot und unsere starke Position in Schwellenländern haben bedeutend zum Wachstum und der Profitabilität von Nokia in 2005 beigetragen", sagte Ollila.

Das Problem der Emerging Markets liegt jedoch darin, dass dort vor allem Einstiegsmodelle nachgefragt werden. So ist der durchschnittliche Verkaufspreis von Nokia-Handys Ende vergangenen Jahres erneut gesunken - von 102 Euro im dritten Quartal auf aktuell 99 Euro. Ollilas Kalkül ist, dass ein steigender Umsatz die Einbußen beim Verkaufspreis wettmacht.

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