Google kommt nicht zum Zug
Neue US-Mobilfunk-Frequenzen vergeben

Bei der Versteigerung neuer Mobilfunk-Frequenzen in den USA hat Google zwar den Kürzeren gezogen - trotzdem könnte das Unternehmen von dem 4,74 Milliarden-Dollar-Deal indirekt profitieren. Die Gratulation an den Sieger Verizon Wireless dürfte jedenfalls nicht nur von Googles Sorge um die Verbraucher getragen sein.

AP SAN FRANCISCO. Aus der Versteigerung neuer Mobilfunk-Frequenzen in den USA ist das Telekommunikationsunternehmen Verizon Wireless als Sieger hervorgegangen. Verizons Gebot für das 700-Megahertz-Spektrum, das ab Februar 2009 zur Verfügung stehen soll, lag zuletzt bei 4,74 Milliarden Dollar. Mitgeboten hatte auch Google. Der Internetkonzern gratulierte Verizon und sprach von einem Sieg für die Verbraucher.

Google kam zwar nicht zum Zuge, könnte aber trotzdem zu den Gewinnern in diesem Geschäft gehören - aus zwei Gründen. Zum einen brauchen sich die Investoren nun keine Sorgen mehr machen, dass Google durch den Erwerb einer Mobilfunklizenz und die insgesamt schätzungsweise rund zehn Milliarden Dollar an Kosten für den Aufbau eines entsprechenden Netzes von seinem Kerngeschäft abgelenkt werden könnte.

Zum anderen hat Google mit seinen Geboten erreicht, dass der Preis für den sogenannten C-Block auf mehr als 4,6 Milliarden Dollar gestiegen ist. Damit tritt eine Regelung in Kraft, die den neuen Inhaber der Frequenz verpflichtet, alle Mobilgeräte zu unterstützen. Dazu gehören auch solche, die die Google-Software „Android“ unterstützen. Das verbessert die Aussichten von Google, mehr mobile Anzeigen zu verkaufen.

Auch Marktbeobachter sahen den Ausgang für Google positiv. „Google hat noch genügend andere Dinge auf der Pfanne“, erklärte die Analystin Marianne Wolk von der Susquehanna Financial Group. „Das (Funk-Spektrum) wäre ganz nett gewesen, es musste aber nicht sein.“ Die lahmende US-Wirtschaft sei derzeit ein größerer Grund zur Sorge bei Google.

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