Günstige Android-Geräte
300 Euro ist die neue Smartphone-Messlatte

Hässlich, lahm und im Nu veraltet: Vor fünf Jahren waren 300-Euro-Smartphones noch ein Graus. Jetzt bekommen die meisten Nutzer für diesen Preis alles, was sie brauchen – und es wird 2016 noch besser werden.

BerlinNoch sehr gut kann ich mich an den Spätsommer 2010 erinnern, in dem ich mir ein neues Android-Smartphone kaufte. Für das damals gerade veröffentlichte Samsung Galaxy S hatte ich kein Geld, also wurde es ein Mittelklassegerät eines anderen großen Herstellers, das aber immer noch über 300 Euro kostete.

Um es kurz zu machen: Das Teil war schrecklich. Das Smartphone war langsam, hatte eine furchtbare Kamera, einen hässlichen Bildschirm und bald schon eine veraltete Android-Version mit kriechend langsamer Benutzeroberfläche. Das hatte immerhin den Vorteil, dass ich mich bereits nach kurzer Zeit intensiv mit alternativen Android-ROMs beschäftigte.

Nur fünf Jahre ist es also her, dass man 300 Euro und mehr ausgeben musste, um ein aus heutiger Sicht schauriges Android-Smartphone zu bekommen. Wer sich heute ein Smartphone anschaffen möchte, sich aber scheut, über 600 Euro für ein Topgerät auszugeben, ist in einer viel besseren Situation.

Leistungsfähigere und günstigere Chips

Das Jahr 2015 hat deutlicher als die Vorjahre gezeigt: Richtig gute Android-Smartphones sind schon für 300 Euro erhältlich. „Richtig gut“ heißt in diesem Fall, dass das Gerät von der Ausstattung her so viel mehr als ein Einsteigergerät kann, dass auch anspruchsvollere Nutzer damit glücklich werden – also diejenigen Nutzer, die neben Surfen und E-Mails abfragen auch mal ein qualitativ hochwertiges Foto machen oder ein grafisch anspruchsvolleres Spiel spielen möchten. Dinge, die mitunter mit den sehr preiswerten Geräten, auch der Windows-Phone-Konkurrenz, nicht möglich sind.

Zu verdanken haben wir Nutzer das zu einem großen Teil natürlich der technischen Entwicklung: SoCs lassen sich mittlerweile kostengünstiger und mit besserer Leistung herstellen als noch vor ein paar Jahren. Zudem verabschieden sich Hersteller wie etwa Mediatek langsam aber sicher von ihrem Billig-Image und stellen leistungsfähige, günstige Chips her.

13 Megapixel sind zum Kamerastandard geworden

Auch die fortschreitende Entwicklung anderer Komponenten trägt zu besseren, günstigen Smartphones bei: eine gute Kamera, ein gutes Display, ein Gehäuse aus Metall – all diese Ausstattungsmerkmale sind dank verbesserter und vor allem günstigerer Herstellungsmöglichkeiten keine exklusiven Features von sehr teuren Smartphones mehr.

Zu den prominenten Beispielen von guten Android-Smartphones im Preisbereich von um die 300 Euro gehören im Jahr 2015 das Oneplus X, das mittlerweile auch ohne Einladung erhältlich ist, die Neuauflage des Samsung Galaxy A3, das Huawei G8, das Sony Xperia C5 Ultra oder auch das ZUK Z1.

Alle diese Geräte bieten SoCs, die für mehr taugen als zum Surfen und E-Mails checken, und Displays mit mindestens 720p-Auflösung, LTE-Unterstützung und gute Kameras mit 13 Megapixeln haben. Einige verfügen sogar über Zusatzfunktionen wie einen Fingerabdrucksensor, den es bis vor einiger Zeit nur bei deutlich teureren Geräten gab.

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