Handy-Hersteller setzt auf chinesischen Markt
Preissenkungen gehören nicht zur Nokia-Strategie

Trotz verlorener Marktanteile will der weltgrößte Handy-Hersteller aus Finnland seine Preise in diesem Jahr nicht senken. Nokia setzt lieber auf eine kräftige Nachfrage aus dem Boom-Markt China.

HB PEKING. Nokia-Chef Jorma Ollila bestätigte aber am Mittwoch vor Journalisten, taktisch motivierte Preissenkungen auf einige Produkte in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres hätten sich positiv auf Absatz und Marktanteile ausgewirkt. "In diesem Jahr sind Preissenkungen kein Bestandteil unserer Strategie", sagte Ollila bei einem Besuch in China. Ohne weiter darauf einzugehen ergänzte er, die Preisnachlässe von 2004 hätten sich nur geringfügig auf die Gewinnspannen ausgewirkt.

Für die gesamte Branche hielt der Nokia-Chef dagegen weitere Preissenkungen angesichts des starken Wettbewerbs für wahrscheinlich. Nokia - das Unternehmen verkauft weltweit jedes dritte Mobiltelefon - will seinen Marktanteil dagegen durch eine Ausweitung der Produktion technisch höherwertiger Geräte ausbauen. Analysten sagen Nokia und seinen Konkurrenten - darunter Siemens, Motorola und Samsung Electronics - dagegen ein schwereres Jahr vorher als 2004. Marktforscher rechnen für 2005 mit einem Wachstum des weltweiten Handy-Absatzes um nur noch acht Prozent - gerade einmal ein Viertel der Rate des Vorjahres. Nokia geht von plus zehn Prozent aus.

Seine Hoffnungen setzt der Weltmarktführer aus Finnland dabei auf China. 2004 steigerte Nokia seinen China-Export von Mobiltelefonen und Infrastruktur für Telekommunikation um 56 % auf 3,3 Mrd. Dollar. Der Netto-Umsatz in China legte 44 % auf 3,6 Mrd. Dollar zu. In den vergangenen fünf Jahren hat der chinesische Markt rund neun Prozent der weltweiten Einnahmen von Nokia erbracht. Ollila zufolge plant Nokia zwar keine weiteren Großinvestitionen in China, rechnet aber mit einer kräftigen Personalaufstockung in Forschung und Entwicklung und mit mehr Exporten seiner Produkte aus China.

Experten gehen davon aus, dass die Zahl der chinesischen Mobilfunknutzer sich in den kommenden fünf Jahren verdoppeln und China zum größten Mobilfunkmarkt nach den USA aufsteigen wird.

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