Handy-Knigge
Smartphone beim Abendessen nervt Google-Chef

Das Telefon mit Internetzugang ist dauernder Begleiter. Das kann nerven, sagt selbst Google-Verwaltungsratschef Schmidt. Er will zumindest beim Abendessen Ruhe durchsetzen.
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DüsseldorfYahoo-Chefin Marissa Mayer zitiert am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftstreffen in Davos eine beeindruckende Zahl: 150 mal am Tag schaue der durchschnittliche Smartphone-Nutzer auf sein Handy. Die Zahl stammt zwar aus einer Nokia-Studie aus dem Jahr 2010, doch an Aktualität hat das Thema nicht verloren. Das Smartphone ist allgegenwärtig, immer dabei und es stellt sich die Frage, wie intensiv es ins Leben der Nutzer eingreifen kann.

Ausgerechnet Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt – dessen Firma mit dem mobilen Betriebssystem Android die Verbreitung von Smartphones massiv vorangetrieben hat – sieht eine Grenze überschritten. „Ich versuche die grundsätzliche Regel zu etablieren, dass man abendessen kann, ohne online zu sein“, sagte Schmidt auf einer Veranstaltung bei der britischen Zeitung „Guardian“. Es sei wichtig, festgesetzte Zeiten zu haben, an denen man online ist und solche, an denen man es nicht ist. Leicht fällt Schmidt das allerdings nicht. Es „versuche“ den Computer während des Abendessens abzuschalten.

Auch jenseits der Führungselite ist der Smartphone-Gebrauch ein Thema. Eine Methode in technikaffinen Freundeskreisen lautet etwa: Alle legen in einer Gaststätte ihre Smartphones auf den Tisch und schwören Abstinenz. Wer dann doch zuerst zugreift, muss eine Runde zahlen.

Uns interessiert: Welche Smartphone-Regeln gelten bei Ihnen zu Hause, in der Universität, auf der Arbeit, im Freundeskreis? Schreiben Sie in den Kommentaren Ihren Smartphone-Knigge auf. Wir sind gespannt!

Mehr zum Weltwirtschaftstreffen in Davos gibt es in unserem Dossier im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Handy-Knigge: Smartphone beim Abendessen nervt Google-Chef"

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  • Wenn ich nach Hause komme, dann bleibt das Telefon in der Jackentasche. Nächster Blick darauf am nächsten Morgen!
    Meine Frau schaltet nach dem Nachhausekommen das Teil in den Flugzeugmodus und wir haben unsere Ruhe. Wer wirklich was dringendes hat, der kann auf dem Festnetz anrufen.

  • Smartphone im Restaurant gar nicht erst auf den Tisch legen, dann wird man auch nicht zum ständigen Draufschauen verleitet!

  • Irgendwie ist es der volle Wahnsinn. REALE Kommunikation immer weniger! ARME MENSCHEN!!!!!!! Irgendwie schon krank!!!!

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