Handy-Preise werden bei Einstiegsmodellen gesenkt
Siemens will Nokia im Preiskampf die Stirn bieten

Siemens will wegen des steigenden Wettbewerbsdrucks die Preise für einige Einstiegshandys senken. So soll in dem hart umkämpften Mobiltelefon-Markt die Stellung behauptet werden. Unterdessen protestierten mehr als 1000 Mitarbeiter gegen drohende Stellenstreichungen und Produktionsverlagerungen beim Industriekonzern.

HB MÜNCHEN. Mit niedrigeren Handy-Preisen werde auf Preiseinschnitte bei Konkurrenten wie Nokia reagiert, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag. Die Preissenkungen seien jedoch nicht so hoch wie bei Nokia und bezögen sich nur auf einzelne Modelle. "Man kann es nicht mit Nokia vergleichen." Nähere Angaben machte er nicht.

Weltmarktführer Nokia hatte zuletzt die Preise für einzelne Modelle gesenkt, nachdem das Unternehmen im ersten Quartal deutlich Marktanteile an die Haupt-Konkurrenten Motorola und Samsung verloren hatte. Der finnische Handyhersteller veröffentlicht seine durchschnittlichen Verkaufspreise zwar nicht. Nach Berechnungen von Analysten sank der durchschnittliche Preis für ein Handy im ersten Quartal jedoch auf 116 ?; im Vorjahr hatte er bei 143 ? gelegen.

Der Mitte Februar zum neuen Chef der Siemens Handy-Sparte ernannte Thorsten Heins sagte am Freitag bei der Vorstellung zweier neuer Mobiltelefone in Berlin, die Preissenkungen von Nokia seien "natürlich ein Thema" in der Branche. "Wir können darauf mit Preissenkungen reagieren oder mit neuen Produkten." Bei der Preisgestaltung müssten die Marktsegmente genau analysiert werden, fügte er hinzu.

Heins wollte sich nicht auf einen Zeitpunkt festlegen, zu dem Siemens Mobile den nächstgrößeren Konkurrenten Samsung vom dritten Platz in der Rangliste der weltgrößten Hersteller verdrängen könne. Dieses Ziel hat sich der Münchner Hersteller bereits seit längerer Zeit gesetzt. "Wichtig ist, dass wir unser dynamisches Wachstum fortsetzen", sagte der Siemens Mobile-Chef lediglich. Zur jüngsten Entwicklung des Handy-Absatzes im laufenden zweiten Quartal dieses Jahres wollte er sich nicht äußern. "Das kann ich nicht kommentieren", sagte Heins.

Der kleinere Konkurrent Sony Ericsson hatte in dieser Woche über eine anhaltend gute Nachfrage nach seinen Handys berichtet, aber keine Einzelheiten genannt. Samsung hatte ebenfalls mitgeteilt, im zweiten Quartal würden die Verkaufszahlen um bis zu zehn Prozent über dem Absatz im ersten Vierteljahr liegen.

Bei den am Freitag von Siemens Mobile vorgestellten Handys handelt es sich um ein hochpreisiges Modell mit Farbdisplay und Digitalkamera und um ein Mobiltelefon mit Klapp-Display und Digitalkamera für junge Konsumenten. Die neuen Modell sollen nach Unternehmensangaben im August und September auf den Markt kommen.

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