Handyhersteller
Sony Ericsson entzückt die Anleger

Der weltweit viertgrößte Handyhersteller Sony Ericsson hat im dritten Quartal dank hoher Nachfrage nach seinen Mobiltelefonen den Marktanteil ausgebaut und das Vorsteuerergebnis nahezu verdreifacht. Die Erwartungen wurden damit obendrein deutlich übertroffen.

HB STOCKHOLM. Das Wachstum sei im Branchenvergleich überdurchschnittlich, teilte das vor fünf Jahren gegründete Joint Venture des schwedischen Telekomkonzerns Ericsson und der japanischen Sony-Gruppe am Mittwoch mit. Auch wurden mehr Mobiltelefone verkauft als prognostiziert, was den Marktanteil nach oben trieb. Ericsson-Aktien legten deutlich zu.

Sony Ericsson bezifferte den Vorsteuergewinn auf 433 Mill. Euro. Dies ist fast drei Mal mehr als ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt lediglich rund 215 Mill. Euro vorhergesagt. Der Umsatz stieg um 42 Prozent auf 2,91 Mrd. Euro und damit ebenfalls kräftiger als erwartet. Mit 19,8 Mill. verkauften Handys lag auch der Absatz über den Prognosen von 16,6 Mill. Stück. Im Vorjahreszeitraum verkaufte Sony Ericsson 13,8 Mill. Mobiltelefone. Der Konzern bekräftigte seine Erwartung, dass die gesamte Branche im Gesamtjahr mehr als 950 Mill. Handys verkauft.

Der weltweite Marktanteil belaufe sich nunmehr auf ungefähr acht Prozent, teilte Sony Ericsson mit. Im dritten Vierteljahr legte der Anteil damit um mehr als einen Prozentpunkt zu. Sony Ericsson hatte billigere Handys für rund 50 Euro auf den Markt gebracht. Damit sollte die Position des Herstellers bei Mobilfunkunternehmen gestärkt werden, die die gesamte Produktpalette von teuer bis billig im Angebot haben wollen.

Ursprünglich sollten die Ergebnisse für das dritte Vierteljahr erst am Donnerstag vorgelegt werden. Doch kurz vor der Mitteilung am Mittwoch war eine interne Firmen-Email mit den Quartalszahlen an die Öffentlichkeit gelangt. Anschließend stieg der Aktienkurs von Ericsson bereits um mehr als drei Prozent. Am Nachmittag notierten die Papiere 4,96 Prozent im Plus bei 27,50 Dollar. Weltmarktführer Nokia soll kommende Woche Unternehmenszahlen vorlegen.

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