Heimkino
Spaßfaktor 16:9

Das Kino fürs Wohnzimmer ist der Renner im Weihnachtsgeschäft. Wer den Kauf eines Heimkinos nicht übers Knie bricht, kann mit vertretbarem Aufwand viel erreichen.

HB DÜSSELDORF. Heimkino ist das Zauberwort des Weihnachtsgeschäfts 2003. Mit Verkauf und Verleih von Video-DVDs werden in Deutschland fast so hohe Umsätze gemacht wie mit Kinokarten. Und wenn für die Freunde des großen Bildschirms alles gut geht, wird vielleicht auch die kommende Fußball WM 2006 komplett im modernen Breitbild-Kinoformat 16:9 ausgestrahlt werden.

Pech für die Besitzer der klassischen 4:3 Fernsehgeräte. Sie sehen dann schwarze Trauerränder oben und unten auf ihrem Bildschirm. Selbst dann, wenn Deutschland gewinnt.

Glück für die Hersteller von Heimkinoanlagen. Denn um die packende Live-Atmosphäre aus den Stadien formatfüllend genießen zu können, oder beim Schlachtenlärm in "Herr der Ringe" den Wohnzimmerboden erbeben zu lassen, muss eben die entsprechende Ausrüstung her.

Dazu gehört zunächst ein angemessenes Display. Ein Großbildschirm oder ein Heimkino-Projektor im Kinoformat 16:9. Dann eine Surround-Anlage mit fünf Lautsprechern für den Raumklang und "Subwoofer" für extrem tiefe Geräuscheffekte. Schlussendlich der DVD-Spieler, gegebenenfalls mit TV-Empfangsteil. Entsprechende Angebote verkaufen sich derzeit fast wie von selbst. "Unseren teuersten Plasma-TV (PD42D30, 42??, rund 7 500 Euro) können wir derzeit gar nicht schnell genug nachliefern", staunt JVC-Sprecher Jürgen Wilkin.

Dennoch: Torschlusspanik ist nicht angesagt. Wer im Weihnachtsgetümmel all zu schnell kauft, kann eine herbe Enttäuschung erleben. Ein wenig Planung muss sein, damit es donnert und nicht krächzt. Zumal die Auswahl gerade bei Komplettanlagen nicht gerade einfacher geworden ist, wie Joachim Pfeiffer, Chefredakteur des Fachmagazins "Audio", weiß. "Sehr günstige Markengeräte sind Nonameproduk ten nicht mehr automatisch überlegen", haben Audio-Tests ergeben. Das Komplettsystem DA 5630 des koreanischen Anbieters LG für rund 600 Euro hat sich im Test gleichwertig zu Markengeräten um 1300 Euro erwiesen.

Als Geheimtipp aus dem Audio- Testlabor nennt Pfeiffer das Set Pioneer DCS 313, das wohl für 499 Euro bald im Saturn-Markt stehen soll. "Die Markenhersteller schlagen zurück", resümiert Pfeiffer. Für den Kinofan mit dem dicken Scheckbuch rät er zu einer Meridian 7000/ 800/861 Kombi, die für rund 100 000 Euro den Besitzer wechseln würde.

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