Hersteller rüsten Produkte für das „Internet in der Hosentasche“ aus
Handybranche hofft auf mobiles Internet

Die Botschaft auf der Branchenleitmesse 3GSM in Cannes lautet: UMTS und mobile Breitbandkommunikation sind reif für den Massenmarkt.

tnt CANNES. "Wir tendieren im Mobilfunk dazu, viele Dinge zu früh anzukündigen", sagte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg. "Doch nun", so versicherte Svanberg, "sind alle Teile zusammen". Die Übertragung von Daten über Mobilfunknetze, darin sind sich Netzausrüster, Handyhersteller und Netzbetreiber einig, wird ein Wachstumsmarkt.

Rund 60 Prozent aller kommerziellen Transaktionen werden nach Schätzung von Nokia heute elektronisch abgewickelt, aber nur vier Prozent dieser Transaktionen laufen über mobile Endgeräte. Breitbandige mobile Verbindungen sollen Handys, Smartphones und Notebooks für die mobile Nutzung von Unternehmensanwendungen tauglich machen.

Doch auch von der mobilen Nutzung elektronischer Medien versprechen sich die Hersteller von Handys der dritten Mobilfunkgeneration (3G) eine Explosion im Datengeschäft. Noch allerdings ist es für die Netzbetreibern ein Nischenmarkt: Insgesamt lagen die Daten-Einnahmen der 30 größten Netzbetreiber, darunter Vodafone, T-Mobile und China Mobile zusammen bei mageren 7,5 Mrd. Euro.

Doch diese Umsätze sollen sprunghaft steigen. Nokia erwartet, dass bis Ende des Jahres weltweit etwa 70 Millionen UMTS-Handys verkauft und intensiv für die Datenübertragung genutzt werden. "Im Jahr 2008 wird dieser Markt nach unserer Einschätzung auf ein Volumen von 160 Mrd. Euro Umsatz zugelegt haben", prognostiziert Simon Beresford-Wylie, Chef der Nokia-Netzwerksparte. Allein der Anteil vom Umsatz mit Medien und Unterhaltungsprodukten in mobilen Funknetzen werde in drei Jahren 60 Mrd. Euro ausmachen.

"Wir schätzen, dass bereits 2008 rund ein Viertel der Umsätze der Mobilfunkanbieter aus dem Datengeschäft stammen werden. Das war bei Japans Nummer eins im Mobilfunk, NTT Docomo bereits im vergangenen Jahr der Fall. Doch auch in Europa gibt es Mobilfunkanbieter wie O2 in Großbritannien, die bereits mehr als 20 Prozent ihrer Umsätze mit Daten machen.

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