High Speed Paket Access
Turbo für die UMTS-Netze

Das europäische Mobilfunknetz UMTS muss schneller werden, sollen darüber mehr multimediale Inhalte wie Video und Musik übertragen werden. Diese geschieht mit Hilfe der HSPA-Technik (High Speed Paket Access), die derzeit auf der 3GSM in Barcelona in aller Munde ist.

HB MÜNCHEN. In den Mobilfunknetzen sollen nicht mehr nur Sprache und Kurznachrichten übertragen werden. Um mehr Geld zu verdienen, setzen Vodafone, T-Mobile und die anderen Anbieter auf Dienste wie Internet und Multimedia-Downloads. Dazu ist aber selbst das schnelle UMTS-Netz (Universal Mobile Telecommunication Systems) meist zu langsam. Dies arbeitete bisher mit Übertragungsraten von 384 KBit/s in Downlink-Richtung (vom Sender zum Handy) und 128 KBit/s in Uplink-Richtung (vom Handy zum Sender).

Um schnellere Verbindung mit dem Internet zu schaffen setzt die Branche seit dem vergangenen Jahr auf eine HSPA (High Speed Packet Access) genannte Technik. Dazu gibt es zwei Protokollsätze: HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) und HSUPA (High Speed Uplink Packet Access). Ihre Rolle ist in etwa mit EDGE (Evolved Data for GSM Evolution) für die herkömmlichen GSM-Netze (Global Standard for Mobil Communications) vergleichbar. Beide Verfahren sollen die Datenlast in der Basisstation effektiver verteilen und die Antwortzeiten des UMTS-Netzes beschleunigen. Dafür sind jedoch entsprechende Endgeräte (Handys und Datenkarten) notwendig.

Schon 2006 zeigten Netzausrüster wie Ericsson HSPA-Lösungen für den Downlink (HSDPA). Die deutschen Netzbetreiber Deutsche Telekom und Vodafone haben HSDPA im vergangene Jahr mit einer Übertragungsrate von 1,8 MBit/S eingeführt. O2 hat diese im Dezember für sechs deutsche Städte getan. Die Carrier in Deutschland arbeiten derzeit an der zweiten Ausbaustufe von HSDPA (bis zu 3,6 MBit/s) und der Uplink-Variante HSUPA.

Auf der Endgeräte-Seite gibt es bislang vor allem HSDPA-PC-Cards für Notebooks. Bei Handys und Smartphones ist die Zahl der HSDPA-fähigen Modelle noch begrenzt. Die ersten Mobiltelefone, die bereits Daten mit bis zu 3,6 MBit/s empfangen können, stammen von Motorola (Motorazr-Modelle V3xx und V3maxx), Nokia (E95) und Samsung (SGH-Z560). PC-Cards für Notebooks gibt es von T-Mobile und Vodafone.

Ein spezielles HSDPA-fähiges „großes Handy“ bringt gerade der auf Windows-Mobile-Smartphones spezialisierte, taiwaneische Hersteller HTC auf dem Markt. Das Athena genannte Funk-PDA mit den Maßen 13,3 cm x 9,8 cm x 2 cm hat einen fünf-Zoll großen Bildschirm. T-Mobile hat das Gerät unter dem Namen Ameo bereits angekündigt. Es soll noch im Februar in die Läden bringen.

AUSBAU DER MOBILFUNKNETZE DER 3. GENERATION
Übertragungsgeschwindigkeit


beim Downlink vom


Sender zum Endgerät
Übertragungsgeschwindigkeit


beim Uplink vom


Endgerät zum Sender
UMTS384 kBit/s128 kBit/s
HSPA Stufe 1


(HSDPA)
1,8 Mbit/s384 kBit/s
HSPA Stufe 2 (HSDPA/HSUPA)3,6 Mbit/s1,8 Mbit/s
HSPA Stufe 3 (HSDPA/HSUPA)7,2 Mbit/s3,6 Mbit/s
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