Hohe Erwartungen und scharfe Konkurrenz
Viel Lärm um iPhone-Start in Deutschland

Noch nie ist um ein Telefon ein solcher Wirbel veranstaltet worden wie um das iPhone. Der Verkauf des ersten Apple-Handys beginnt kurz nach Mitternacht in Deutschland. T-Mobile blickt dem Start optimistisch entgegen, den Vergleich zum US-Verkaufsstart scheut man aber. Obendrein schläft die Konkurrenz auch nicht. Vodafone und O2 haben starke Gegenangebote.

HB KÖLN. „Wir gehen davon aus, dass das Gerät eine sehr gute Aufnahme am Markt finden wird“, sagt T-Mobile-Sprecher René Bresgen. Während Fans der Firma die Markteinführung am Freitag in Deutschland kaum erwarten können, schlagen Branchenexperten jedoch eher nüchterne Töne an. Für die Telekom-Tochter T-Mobile ist die exklusive Vermarktung am Heimatmarkt sicherlich ein Imagegewinn. Experten gehen auch davon aus, dass der iPhone-Verkauf den Umsatz von T-Mobile im Weihnachtsgeschäft anheizen wird. Doch einige Beobachter bezweifeln, dass die Kunden in Deutschland ähnlich euphorisch reagieren wie in den USA, wo sich das Gerät schon mehr als eine Million Mal verkauft hat.

„Der Rummel wird da sein“, erwartet Unicredit-Analyst Thomas Friedrich. „Ich glaube, dass das der Telekom im vierten Quartal einen deutlichen Schub im hochpreisigen Kundensegment geben wird.“ Ob er die kommenden Quartale anhalte, sei schwer zu sagen. „Der deutsche Markt ist prädestiniert dafür, dass das iPhone hier weniger erfolgreich sein wird als in den USA“, glaubt Friedrich. „Die Deutschen sind sehr speziell und technikverliebt.“ Das iPhone sei aber nicht UMTS-fähig, habe eine relativ geringe Akkuleistung und sei kein Businesshandy. Vielen könnte es auch zu teuer sein. „Das iPhone wird eher etwas für den luxusorientierten Privatnutzer sein“, meint der Analyst.

Seit gut einer Woche ist klar: Wer die Kombination aus Mobiltelefon, iPod und mobilem Internetzugang mit berührungsempfindlichen Bildschirm haben will, muss monatlich zwischen 49 und 89 Euro berappen. Dafür kann er unbegrenzt Daten verschicken und empfangen und die Internet-Einwahlpunkte (HotSpots) von T-Mobile nutzen. 1000 Minuten zum Telefonieren sowie zwischen 40 und 300 SMS sind inklusive. Kosten soll das iPhone 399 Euro - Subventionen wie bei vielen Ein-Euro-Handys plant T-Mobile nicht. Zusätzlich muss der Kunde einen Zweijahresvertrag abschließen.

Wie überzeugt T-Mobile und Apple selbst vom Erfolg sind, ist unklar. Die Deutsche Telekom erklärte lediglich, man erwarte eine starke Nachfrage. Die Zahl der Voranmeldungen dafür sei erheblich, sagte der Vorstandsvorsitzende Rene Obermann am Donnerstag in Bonn. Absatzziele wollte er allerdings nicht nennen. Im Weihnachtsgeschäft könne die Nachfrage nach dem Mobiltelefon von Apple aber das Angebot übersteigen. Die Frage sei, ob der Telekommunikationskonzern überhaupt ausreichend Geräte zur Verfügung habe, um die Nachfrage befriedigen zu können, so Obermann im Fernsehsender CNBC Europe weiter.

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