Hulbee
Die Desktop-Findmaschine mit der Wolke

Wer kennt das nicht: Man kennt nur ein Stichwort aus dem Text, aber weiß nicht, wo denn nun die dazu gehörige Datei gespeichert ist. Die Desktop-Findmaschine von Hulbee verspricht Abhilfe - und garantiert, dass die Nutzerdaten sicher sind und im PC-Gehäuse verbleiben.
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Hilfreiche Web-basierte Desktop-Suchprogramme gibt es wie Sand am Meer, aber nicht wenige davon schicken Kopien der privaten Festplattendaten an den Server des Anbieters. Das verspricht zwar durchaus im Gegenzug eine komfortable Suche in Web und Festplatte gleichzeitig. Aber dafür sind die privaten Indexdateien, beispielsweise von Behörden, auch leichter einsehbar. Die Schweizer Firma Hulbee garantiert dagegen, dass mit ihrer Software Hulbee Desktop die Nutzerdaten sicher sind und im PC-Gehäuse verbleiben.

Das Besondere an Hulbee Desktop liegt in der so genannten „Data Cloud“. Das ist eine Wolke aus Begriffen, die neben der Liste mit Suchergebnissen angezeigt wird. Sie passen - zumindest theoretisch - thematisch zu der jeweiligen Suchanfrage. Klickt der Nutzer auf einen der Begriffe in der Cloud, grenzt er damit die Suchergebnisse immer weiter ein. Die Data Cloud verändert sich dabei kontinuierlich.

Das ist im Prinzip auch nichts anderes als eine schlichte Eingrenzung der Suche über mehrere Stichworte, die man auch manuell vornehmen könnte. Aber die Hulbee-Wolke zeigt möglicherweise eine Reihe von Begriffen, auf die man so gar nicht gekommen wäre zu suchen. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch die Internet-Suche Hulbee, auf die der Nutzer auch aus der Software heraus Zugriff hat.

Die erstmalige Indexierung einer Festplatte kann je nach Rechenleistung und Plattengröße erhebliche Zeit in Anspruch nehmen. Danach arbeitet Hulbee unauffällig im Hintergrund. Durchsucht werden Dateien und Dokumente in allen gängigen Formaten, beispielsweise auch die Metadaten von Musik-Dateien, E-Mails in Outlook samt Anhängen, oder auch externe Laufwerke. Die Suche in Netzwerklaufwerken ist dagegen nicht möglich. Das soll erst eine angekündigte Unternehmensversion ermöglichen.

Einen Schwachpunkt gibt es: Hulbee kann weder in Dokumenten von Microsoft Notizzettel-Sammler Onenote 2007 schnüffeln, noch in Dateien der kostenlosen Konkurrenz Evernote. Dabei sind gerade diese digitalen Zettelkästen die wichtigsten Stichwortgeber für private Informationen, wenn sie auf einem Rechner gepflegt werden. Unpraktisch: es ist keine kombinierte Suche auf dem PC und im Internet mit einer gemeinsamen Ergebnisliste möglich. Es geht immer nur entweder - oder. Wäre schön, wenn man das noch zusammenführen könnte.

Vorsicht: Bei der Erst-Installation von Hulbee können Nutzer mit schwachem Breitbandanschluss auf eine harte Geduldsprobe gestellt werden. Das Programm benötigt das .net Framework 3.5 von Microsoft, was auf der Masse der Privatrechner nicht vorinstalliert ist. Dann müssen erst 300 MB aus dem Netz geladen werden.

Fazit: Empfehlenswerte Software für alle, die ihre Daten nicht in der Cloud verschwinden sehen wollen und trotzdem den Komfort einer professionellen Desktop-Suche schätzen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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