IFA
Sony setzt bei neuen Produkten auf Marke Xperia

Sonys Chef Kazuo Hirai redet nicht um den heißen Brei herum. Es gelte harte Entscheidungen zu treffen, um den Konzern zu gesunden. An neuen Produkten hat er nach Berlin neue Tablets und Smartphones mitgebracht.
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Sony will mit zahlreichen neuen Produkten schnell wieder aus den roten Zahlen heraus. „Wir haben es mit schwierigen Realitäten zu tun und müssen harte Geschäftsentscheidungen treffen“, sagte der neue Konzernchef Kazuo Hirai am Mittwoch auf der Technik-Messe IFA in Berlin. „Wir werden wieder Gewinne machen und wachsen“, fügte Hirai hinzu. Sony werde in seinen Kerngeschäften massiv investieren und die Wende im schwierigen TV-Geschäft fortsetzen. Als besondere Schwerpunkte nannte das Unternehmen Videospiele, die mobile Internet-Nutzung sowie Angebote für Film und Foto.

Zu den Sony-Neuheiten auf der IFA gehören Tablet-Computer und Smartphones, die künftig einheitlich unter der Marke Xperia vermarktet werden. Dazu bietet Sony auch einen neuen Musik-Streaming-Dienst an. Außerdem zeigt Sony auf der IFA einen Laptop der Modellreihe Vaio, der sich mit einer speziellen Mechanik in einen Tablet-Computer umwandeln lässt.

Ein Fernseher mit einer Bildschirmdiagonalen von 2,13 Metern (84 Zoll) verspricht aufgrund einer neuen Technik eine vier Mal so hohe Auflösung im Vergleich zu einem üblichen TV-Gerät mit Full-HD. Beim Fernsehen will Sony im September erstmals eine Box für Google TV anbieten - das ist eine Software-Plattform für das Internet-Fernsehen auf Basis des Android-Systems. Ein weiteres Produkt sind spezielle Brillen mit der Bildschirmtechnik OLED, die dem Betrachter den Eindruck einer riesigen Kinoleinwand geben sollen.

In den vergangenen Jahren hat Sony seine einstige Führungsrolle bei technologischen Innovationen an Konkurrenten wie Apple verloren. Im vergangenen Geschäftsquartal wies der japanische Konzern bei einem Umsatz von 1,515 Billionen Yen (15,8 Mrd Euro) einen Verlust von 24,6 Milliarden Yen (255 Mio Euro) aus. Sony hat einen harten Sanierungskurs eingeleitet, 10 000 Stellen sollen abgebaut, nicht mehr rentable Geschäftsbereiche eingestellt werden. Hirai übernahm Anfang April die Führung des Konzerns von Howard Stringer, der zwölf Jahre lang Vorstandschef bei Sony war.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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