Im Test: Smartphone Ameo
Gut gemeint, nicht gut gemacht

Das neue T-Mobile-Smartphone Ameo steckt zwar voller Innovationen, ist aber noch nicht ausgereift. Es begeistert mit Online-Omnipotenz, aber enttäuscht mit einer zu kleinen Tastatur. Und: Man kann mit ihm nicht einfach telefonieren wie mit einem normalen Handy.
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DÜSSELDORF. Als ich vor ein paar Tagen den Ameo, das neue Mobilfunk-Flaggschiff der Telekom-Tochter T-Mobile, erhielt und die Ausstattungsliste sah, spürte ich umgehend das vertraute Muss-ich-haben-Prickeln in den Fingern. Universal-Mobilfunkmodul für D- und E-Netze, UMTS, schnurlose WLAN-Computernetze oder Bluetooth, dazu ein 640 mal 480 Bildpunkte großes Display, eine Acht-Gigabyte-Festplatte und eine Drei-Megapixel-Kamera - noch nie hielt ich ein so komplett ausgestattetes Smartphone in Händen.

Lange allerdings auch kein so schweres mehr: Im Format einem dickeren Taschenbuch ebenbürtig, wiegt der ohne Mobilfunkvertrag knapp 900 Euro teure Kommunikationsklotz gut 370 Gramm.

Da drängt sich die Frage auf, ob eine solche Technikballung sinnvoll ist. Macht der Ameo ein klassisches Handy überflüssig? Oder sogar schon ein Notebook? Die eingebaute Digital-Kamera des Multifunktionstelefons liefert ordentliche Bilder. Aber erübrigt sich damit der Kauf einer digitalen Kompaktkamera?

Während zwei längerer Dienstreisen habe ich den Ameo getestet - und kam mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Einerseits begeistert das Gerät mit Online-Omnipotenz: Ob im WLAN des Bahnhofs oder über das schnelle UMTS-Netz unterwegs - überall klappte der Zugriff auf Web-Seiten oder E-Mails mit beachtlicher Geschwindigkeit. Andererseits ist es ärgerlich, dass der Ameo, obwohl als Smartphone konzipiert, nicht als Mobiltelefon taugt. Denn man kann ihn sich nicht einfach ans Ohr halten. Telefonieren lässt sich nur mithilfe des mitgelieferten Headsets oder im Freisprechmodus.

Das große und helle Display hingegen und die für ein Telefon sehr große Festplatte, die Platz bietet für Programme, Bilder, Musik und Daten in Hülle und Fülle haben mir wiederum gut gefallen. Texte, Tabellen und Präsentationen lassen sich so bequem bearbeiten. Selbst normale Webseiten, inzwischen in der Regel für die deutlich höheren Auflösungen großer Computermonitore optimiert, erscheinen meist ordentlich lesbar auf dem Ameo-Bildschirm.

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