iPhone 5 Größerer Bildschirm und deutlich leichter

Nach Wochen der Spekulationen hat Apple das neue iPhone vorgestellt – die meisten Gerüchte bestätigten sich. Das Gerät ist für den Konzernerfolg entscheidend. In Deutschland gibt es das Smartphone ab dem 21. September.
Update: 12.09.2012 - 20:43 Uhr 31 Kommentare

iPhone 5 vorgestellt

London/San FranciscoGrün ist die Farbe des Frühlings und der Hoffnung, grün signalisiert Frische und Erneuerung. Dutzende von Helfer in grünen T-Shirts weisen am Mittwoch Abend bei der Präsentation des neuesten Apple-Produkts in London den Besuchern den Weg – in das Untergeschoss der Zentrale der britischen Tageszeitung „Guardian“, wo sonst Konzerte, Lesungen und Kabarett-Veranstaltungen stattfinden. Dort wird an diesem Abend der Auftritt von Apple-Chef Tim Cook per Satellit übertragen.

Die Botschaft der zahlreichen grün gekleideten Helfer ist eindeutig: Hier kommt gleich etwas ganz Neues, etwas komplett Überarbeitetes. Doch bis die Besucher das zu sehen bekommen, vergeht noch eine ganze Weile.

Wie bereits bei seinem Vorgänger Steve Jobs üblich, beginnt auch Cook die Produktpräsentation mit den eher unwichtigen Dingen. Er schwärmt zunächst von einem neuen Apple-Laden, den der Konzern in Barcelona eröffnet hat, und von dem Kalkstein, der dafür verwenden wurde. Dann kommt ein kurzes Video von den begeisterten Spaniern an Eröffnungstag des Geschäfts. Von Eurokrise keine Spur – keine Wort darüber, dass die Probleme das Land mit größerer Wucht als zuvor treffen.

Noch immer hat Cook das Wort „iPhone“ nicht in den Mund genommen, das neueste Gerät des Konzerns, auf das die knapp 200 Journalisten hier warten. Cook setzt das Ritual fort, das Jobs etablierte. Er betet eine Reihe von Zahlen herunter, die neuesten Apple-Verkaufserfolge – etwa beim iPad: 17 Millionen Geräte seien von April bis Juni verkauft worden. Insgesamt 84 Millionen Stück seit der Einführung – mehr als jeder PC-Hersteller von einer Produktlinie verkauft habe. „Ich frage mich, was die anderen Tablets so machen“, ruft Cook lapidar in die Menge, die mit spontanem Applaus reagiert – vor Ort in San Francisco und in London.

Nach fast einer Viertelstunde fällt das erlösende Wort. Cook überlässt Marketingchef Phil Schiller die Bühne. Das Smartphone erscheint auf einer riesigen Leinwand hinter Schiller, der den Zuhörern zuruft: „Es gibt keinen Aspekt an diesem Gerät, den wir nicht verändert, erneuert, verbessert, verstärkt hätten.“

In den Stunden vor der Präsentation hatte sich zur Gewissheit herausgebildet, dass Apple den Begriff „iPhone 5“ tatsächlich verwenden will und nicht wie beim jüngsten iPad auf die Ziffer verzichtet. Denn Suchergebnisse auf der Apple-Seite zeigten Links, in denen „iPhone 5“ als Begriff auftauchte. Allerdings waren noch keine Inhalte unter den Adressen abrufbar. Und tatsächlich bestätigt das Unternehmen am Abend den Produktbegriff.

Größerer Bildschirm, deutlich dünner und leichter
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31 Kommentare zu "iPhone 5: Größerer Bildschirm und deutlich leichter"

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  • dafür gibs ein viel gelotes LIKE! ;)

  • Wirkt vielleicht etwas unfreundlich, war aber nicht so gemeint. :)
    Apple klagt wieder gegen das u.a. S3 (komischer weise NUR Samsung) wegen Patente die eigentlich zu primitiv sind um schützenswert zu sein (Data-taping, Slide2unlock, runde Ecken) Das einzige, was ich nachvollziehen kann ich Siri und S-Voice, obwohl ich den Sinn dahinter bis heute nicht verstehe. Zumal Apple sich da lieber an google wenden sollte, wobei es einem guten Amerikaner schwer fallen sollte, dem 2. IT-Vorzeigeunternehmen eins auszuwischen.

    Zum Thema verschleiß.
    Mein Apple und das eines Kollegen sind nach 1 ½ Jahren nicht mehr zu benutzen und Nein, ich habe damit nicht Nägel in Wänden geschlagen oder Tennis gespielt.

  • Ich verstehe nicht, weshalb eine Offline / Online-Redaktion zu Aussagen greifen muss wie: 'Das Gerät ist für den Konzernerfolg entscheidend.' Sinngemäß das gleiche war vor ziemlich genau einer Woche im Handelsblatt über den Golf VII gestanden.
    Natürlich sind es 'wichtige' Produkte für die jeweiligen Unternehmen, das weiß aber ohnehin jeder. Aber es sind erstens nicht die einzigen Produkte der jeweiligen Unternehmen, zweitens geht es nicht um Unternehmen, die am Rande einer Insolvenz stehen und nun in einem letzten Kraftakt ein neues Produkt auf den Markt bringen, dessen Erfolg dann für sie 'entscheidend' ist. Sondern es geht um sehr große, bekannte und gut aufgestellte Konzerne und um Produkte, die bestens im Markt etabliert sind, so dass man sich gar keine Sorgen machen braucht, dass sich auch das Nachfolgemodell sowieso wieder gut verkaufen wird.

  • Jetzt aber schnell meine Apple-Aktien weg. Da wird wohl mit gravierendem Umsatzrückgang zu rechnen sein.

  • Informiere dich noch mal.

  • @rokober

    Brauchen wirklich diese Teufelsdinger namens Auto oder diese Flugmaschinen? Wir sollten wieder mit Pferdekutschen verreisen. Da kann man unterwegs viel mehr sehen. Wieso wohnen wir in Einfamilienhäusern? Wieso wohnen wir nicht alle in Wohnheimen mit Gemeinschaftsküche und -klo? Wäre doch viel geselliger.
    Smartphones sind Fortschritt. Und ob sich jemand den Tag durch ständige Erreichbarkeit versauen lässt, kann er selbst entscheiden. Auch ob es unbedingt ein iPhone 5 sein muss. Niemand wird dazu gezwungen.

  • Braucht Mann wirklich diese Smartphones? Muß Mann jederzeit und überall erreichbar sein? Da geht doch die Lebensqualität vor die Hunde. Mein Fazit: Handy ganz abschaffen. Spart Geld, Kosten und Nerven!

  • Ärgerlich dieser Journalismus.Kommentare dieser Journalisten die immer nur nach neuen Sensationen gieren. Nur so etwas interessiert sie.Hervorragende Ingenieur-Arbeit wird von diesen Menschen garnicht mehr gewürdigt.Diese Journalisten tun sich doch leicht - haben selber keine Ahnung und schreiben nur schöne Aufsätze über das eas ihnen andere sagen.

  • Massengeschäft: da braucht es einen Hype - so ausgelutscht er auch sein mag.
    Grundlagenforschung und Apple: ungefähr so wie ein Ticket, dass von einem Schimpansen nach New York gelöst wird.

    Also auch egal.

  • Etwa 50 Firmen geben an, wichtige LTE-Patente zu besitzen. Samsung hat nur einen kleinen Teil der Patente.
    Samsung hat in 2003 begonnen, Patentanträge für LTE einzureichen. Apple zwar erst in 2006, aber Apple ist Teil des Konsortiums, das die Nortel-LTE-Patente gekauft hat. Einige der Nortel-Patentanträge stammen aus dem Jahr 2000. Niemand bestreitet, dass Samsung viel in die Entwicklung von LTE investiert hat. Aber die Grundlagenforschung haben andere gemacht und insgesamt gesehen ist Samsungs Anteil an den LTE-Patenten mit ca. 8-10% relativ klein.

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