iPhone-Start
T-Mobile verkauft über 10 000 iPhones

Gelungener Start für das iPhone in Deutschland: Am ersten Verkaufstag konnte Exklusivvermarkter T-Mobile mehr als 10 000 Geräte absetzen. Chaotische Szenen vor den Geschäften blieben aber aus. In Großbritannien startete das iPhone ebenfalls, mit dem Mobilfunkunternehmen O2 als Partner.

HB BONN/KöLN. Der Mobilfunkanbieter T-Mobile hat am ersten Verkaufstag mehr als 10 000 Geräte des Multimedia-Handys iPhone abgesetzt. „Wir sind begeistert und freuen uns über das riesige Interesse unserer Kunden am iPhone“, sagte T-Mobile-Deutschlandchef Philipp Humm am Freitag in Bonn der Finanz-Nachrichtenagentur dpa- AFX. Der Verkauf des neuen Apple-Handys in Deutschland war in der Nacht zum Freitag angelaufen.

„Über 10 000 verkaufte iPhone bereits am Nachmittag des ersten Verkaufstages sind ein großer Erfolg und bestätigen unsere strategische Entscheidung, dieses revolutionäre Gerät in unser Angebot aufzunehmen“, sagte Humm

Ein T-Punkt in der Kölner Innenstadt öffnete als bundesweit einziger Shop seine Türen bereits um Mitternacht. In den übrigen rund 700 Telekom-Läden begann der Verkauf des iPhone dann zur normalen Verkaufszeiten.

Nirgendwo sei es zu chaotischen Zuständen gekommen, sagte ein Sprecher. Der Verkauf laufe in ruhigen Bahnen. Den Interessenten sei klar signalisiert worden, dass das iPhone kein rares Gut, sondern auch noch in der nächsten Woche verfügbar ist. Allein in dem Kölner T-Punkt sollen zum spektakulären Verkaufsstart des Handys zur Mitternacht mehr als 700 iPhones gelegen haben. Zum US-Start Ende Juni hatten sich zum Teil lange Schlangen gebildet - es waren aber stets genug Telefone verfügbar.

Das Apple-Handy, das eine Kombination aus Mobiltelefon, iPod- Musikplayer und Internet-Gerät ist und über einen sogenannten Touchscreen, einen berührungsempfindlichen Bildschirm, gesteuert wird, kostet mit einem Zweijahresvertrag knapp 400 Euro. Der monatliche Grundpreis für den Vertrag liegt zwischen 49 und 89 Euro mit 100 bis 1000 Inklusivminuten. Damit summieren sich die Kosten für 24 Monate auf mindestens 1600 Euro in der günstigen und auf 2500 Euro in der teuersten Tarifvariante. Die Mobilfunkbranche hofft, dass das iPhone den umsatzstarken Datendiensten auf dem Handy einen Schub geben wird.

Vor dem Kölner T-Punkt hatten sich schon vor dem Verkaufsstart mehrere hundert Menschen versammelt. Einige Kunden waren sogar aus Süddeutschland angereist. „Das ist ein Kulthandy, nicht nur für Apple- Fans, sondern für jedermann“, sagte der Humm, der auch Verkaufschef der Deutschen Telekom ist. Humm überreichte einem Kölner das erste in Deutschland offiziell verkaufte iPhone selbst.

T-Mobile hatte vor einigen Wochen mit dem US-Konzern eine exklusive Vermarktung des iPhone in Deutschland vereinbart. Dabei wird in der Branche spekuliert, das die Telekom-Tochter hierfür Apple ordentlich am Umsatz beteiligen muss. Dem Vernehmen nach gehen über 30 Prozent der Erlöse an den US-Konzern. Zeitgleich mit dem iPhone ist an diesem Freitag auch der T-Mobile-Rivale Vodafone mit dem Konkurrenzprodukt Qbowl von Samsung an den Start gegangen. In Großbritannien startete das iPhone ebenfalls, mit dem Mobilfunkunternehmen O2 als Partner.

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