iPhone X und Pixel 2
Das Duell der Super-Smartphones

Apple und Google liefern sich einen Konkurrenzkampf: Mit ihren Smartphones iPhone X und Pixel 2 wollen sie definieren, wie die Zukunft der Technologie aussieht. Die Stärken der Geräte zeigen, wohin sich die Branche entwickelt.
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DüsseldorfDie Reise dauert nur einen Moment. Erst stehe ich unter bunten und blinkenden Leuchttafeln mit asiatischen Schriftzeichen, die ich nicht verstehe – dann flackert mein Hologramm an Bord des düsteren „Millennium Falcon“, während im Hintergrund die Roboter piepsen. Und nur eine Fingerbewegung später stehe im Skizzenbuch eines Zeichners, stilecht in Schwarz-Weiß.

Apple hat zum Verkaufsstart des iPhone X die Bildbearbeitung Clips mit neuen Funktionen ausgestattet. So können sich Besitzer des neuen Smartphones in Umgebungen schneiden, die von Star-Wars-Raumschiffen bis zu abstrakter Kunst reichen. Möglich wird dieser Effekt durch eine 3D-Kamera auf der Vorderseite. Sie erlaubt es, das Bild des Nutzers in Echtzeit auszuschneiden und in eine andere Umgebung zu versetzen.

Die Funktion mag eine Spielerei sein, doch sie zeigt, wie Apple das iPhone X positioniert: Neben dem Design soll die enge Integration von Hardware und Software den Unterschied machen, ob bei der Kamera oder der Entsperrung per Gesicht. Es ist seit jeher eine Stärke, die sich der Konzern üppig bezahlen lässt – das neue Modell wird ab 1150 Euro verkauft, mit mehr Speicher und einer Hülle für die empfindliche Glasrückseite sind es mehr als 1300 Euro. Für solche Summen gibt es ziemlich gute Fernseher.

Apple definiert mit Funktionen und Design, was Premium ist. Bei einem Thema hat jedoch ein Konkurrent die Deutungshoheit: Alphabet-Tochter Google stellt künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt aller Produkte. So sollen die neuen Smartphones Pixel 2 und Pixel 2 XL als smarte Assistenten Fragen aller Art beantworten können. Die Suchmaschine des Konzerns liefert dafür das digitale Wissen der Welt.

Und die Anwendung Google Lens dient als Scanner für die reale Welt, der Sehenswürdigkeiten erkennt, die Öffnungszeiten von Cafés anzeigt oder Texte aus anderen Sprachen direkt auf dem Bildschirm übersetzt. Auch wenn der Suchriese mittlerweile ordentliche Hardware zu bauen weiß, die mit Preisen ab 800 Euro auch teuer ist: Die Geräte sind primär eine Verlängerung für seine Online-Dienste.

Die Ansätze von Apple und Google sind unterschiedlich – doch sie zeigen, wie die Zukunft der Spitzen-Smartphones aussehen könnte: mit eng aufeinander abgestimmter Hard- und Software und künstlicher Intelligenz. Ein Überblick der wichtigsten Neuerungen, die iPhone X und Pixel 2 zu bieten haben.

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  • Das Nokia 6 ist deutlich günstiger und genauso gut - und es werden brav Steuern gezahlt.

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