Iriver H320: Koreanischer Allround-Mediaplayer mit Festplatte, Farbdisplay und reichhaltigem Zubehör
Espresso-Player mit sattem Sound

Schwarz und stark. Der Mediaplayer H320 von Iriver erinnert angenehm an einen guten italienischen Espresso. Ein paar Bitterstoffe hat der koreanische Hersteller beim Rösten zwar übersehen, aber das mindert den Genuss kaum.

HB DÜSSELDORF. Was am H320 besticht, ist seine Vielseitigkeit. Er spielt Musik ab, empfängt Radio, speichert auf seiner Festplatte geduldig alles an Dateien ab, was man mitnehmen möchte, und fungiert als Zwischenspeicher für digitale Urlaubsfotos.

Das eingebaute Mikrofon macht ihn zum langmütigen Diktiergerät mit 20 oder 40 Gigabyte (H340) Speicherplatz.

Nach Inbetriebnahme des Testgeräts die nächste angenehme Überraschung: Ein kristallklarer und satter Sound entströmte den schwarzen Ohrstöpseln und ließ Carlos Santana zur Höchstform auflaufen. In puncto Tonqualität wurde bei Iriver wahrlich nicht gespart.

Vom guten alten Carlos in melancholische Nach-Urlaubsstimmung versetzt, liegt nichts näher, als auf dem eingebauten Farbdisplay die Fotos der Strandparty noch mal anzusehen. Das geht problemlos, leider wird aber die Musik abgeschaltet. Schade. Allerdings kann man parallel Musik hören und Texte im .txt-Format - zum Beispiel E-Bücher - lesen. Bei den Online-Musiktankstellen wird unterstützt, was Dateien in freien Formaten wie MP3 oder der kopiergeschützten Version von Microsofts WMA bieten. AAC (Apple) oder das wenig verbreitete Attrac (Sony) müssen draußen bleiben. Interessant für Digitalfotografen wird der Carbon-schwarze Iriver durch "USB On The Go", was einen Extra-Laptop ersetzt. Dank zweiter USB-Buchse fungiert er wie ein Computer. Über einen eingebauten Browser werden Fotos vom Kameraspeicher auf die Platte übertragen.

Leider unterstützen nicht alle Kamerahersteller diesen Standard. Zahlreiche Modelle von Nikon, Olympus, Fuji oder Pentax werden erkannt, Modelle von Canon, Kodak, Sony oder Samsung derzeit nicht. Im Zweifel vorher lieber ausprobieren.

Gewöhnungsbedürftig ist die Bedienung des H320 über die auf der Frontseite angebrachten Tasten und die Navigationswippe. Drücken, lange drücken, zweimal drücken - Doppelbelegungen auf Grund des großen Funktionsumfangs erfordern einige Übung.

Der Iriver kommt ohne Bedien- oder Dateiverwaltungssoftware für PC oder Mac daher. Die Bedienung erfolgt über den Windows-Browser. Playlisten nach dem bekannten Winamp-Standard werden aber unterstützt. Winamp ist ein beliebtes und ausgereiftes Musikverwaltungsprogramm, das zudem noch frei erhältlich ist. Das ist eine sehr akzeptable Lösung. Die mitgelieferte Kabel- Fernbedienung ohne Display macht einen eher billigen Eindruck.

Fazit: Satter Sound, Farbdisplay, reichhaltiges Zubehör. Etwas schwer, aber mit guten 16 Stunden Akkulaufzeit. Eine echte Alternative zu Geräten wie Creative Jukebox Zen oder iPod, wenn man nicht unbedingt Apples Musikladen iTunes braucht.

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