Jabra Sport Pulse im Test: Der Zweiohrtrainer

Jabra Sport Pulse im Test
Der Zweiohrtrainer

Keine Ausreden mehr: Die Kopfhörer Sport Pulse von Jabra motivieren mit Musik und Trainingskommandos. Den Puls messen sie im Ohr, ein Brustgurt ist somit überflüssig. Wer Hiphop liebt, könnte jedoch enttäuscht werden.
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DüsseldorfZu kalt? Zu feucht? Keine Lust? Wer sich nicht zum Sport aufraffen kann, braucht vielleicht etwas Extra-Motivation. Die will die dänische Firma Jabra liefern: Sie hat einen Kopfhörer entwickelt, der nicht möglichst motivierende Musik aufs Ohr gibt, sondern auch den Puls messen kann – und zwar ohne Brustgurt und Kabelgedöns. Der Hersteller bewirbt diesen Zweiohrtrainer als All-in-One-Lösung fürs Training, was genau genommen aber nur halb stimmt: Das Handy muss immer noch dabei sein.

Auch wenn es nur um Kopfhörer geht: Für die Installation sollte man sich etwas Zeit nehmen. Denn zum einen empfiehlt es sich, ein Software-Update zu installieren, weil es sonst Verbindungsprobleme geben könnte. Zum anderen sollten Sportler die Kopfhörer an die eigene Ohrmuschel anpassen, weil diese sonst leicht verrutschen und dann nicht mehr den Puls richtig messen. Der Hersteller hat eigens Stecker und Halterungen in verschiedenen Größen beigelegt. Mit etwas Gefummel klappt es.

Die Kopfhörer schirmen den Nutzer von der Außenwelt weitgehend ab. Jabra will über eine Kooperation mit Dolby für guten Sound sorgen. In der Tat kommen Musik und Podcasts – per Bluetooth vom Smartphone eingespielt – detailgetreu über. Allerdings klingen Bässe vergleichsweise schwach. Wer sich beim Sport mit Hiphop anfeuern will, wird mit den Jabra-Kopfhörern womöglich nicht glücklich. Auch die separate Sound-App, die besseren Klang verspricht, macht da keinen großen Unterschied.

Pulsmessung im Ohr

In den Mini-Lautsprechern verbergen sich optische Sensoren, die bei der Bestimmung des Herzschlags helfen. Sie durchleuchten die vielen Adern, die im Ohr verlaufen. Diese Methode sei genauso präzise wie die Messung per Brustgurt, erklärt Jabra – aber viel bequemer. In der Praxis zeigen sich keine ungewöhnlichen Abweichungen. Allerdings findet das Gerät nicht immer gleich den Puls. Je besser die Kopfhörer angepasst sind, desto weniger Ausfälle gibt es.

Am rechten Stöpsel gibt es eine Bedienleiste mit Lautstärkeregler und einem Knopf zum Wechseln des Songs. Dank des eingebauten Mikrofons kann man auch während des Joggens Telefonate führen, wenn die Puste es zulässt. Um Gespräche anzunehmen, müssen Läufer nur den Knopf am rechten Lautsprecher drücken. Mit ihm lässt sich auch das Training unterbrechen, ohne dass man das Smartphone aus der Tasche holen muss. Schweiß, Dreck und Regen müssen Sportler übrigens nicht fürchten: Die Leichtgewichte seien gegen Wasser und Staub geschützt, verspricht der Hersteller.

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