Jugendliche
Trend geht zum Zweithandy

Mobiltelefone sind schon bei Kindern weit verbreitet. Ein einziges Gerät genügt dabei vielen Jugendlichen nicht mal mehr.

HB MÜNCHEN. Unter Neun- und Zehnjährigen besitzen nach Aussage von Jugendforschern bereits 37 Prozent ein eigenes Handy. Bei den 13- und 14-Jährigen seien es sogar 90 Prozent, sagte die Geschäftsführerin des Münchner Synovate-Instituts, Karin Fries, am Freitag bei einer Anhörung der Grünen im bayerischen Landtag. Besonders hoch sei die Handy-Dichte in Hauptschulen, sagte die Tübinger Biologin Heike-Solweig Bleuel. In höheren Klassen liege sie bei 106 Prozent, da etliche Schüler über mehrere Mobiltelefone verfügten. Mitunter habe ein Schüler bis zu zehn Handys dabei.

Zu Unrecht seien Handys als die größte Schuldenfalle verschrien, sagte Fries. Die größten Löcher rissen Essen, Ausgehen, Kleider und Computer ins Taschengeld, erst an achter Stelle folge das Handy. 86 Prozent kämen mit ihrem Geld aus.

Allerdings schwächten Handys das Sozialverhalten. Viele Jugendliche bemühten sich gar nicht mehr, Abmachungen einzuhalten, weil sich über das Handy alles verschieben oder absagen lasse, sagte Bleuel. Außerdem schwäche das Handy die Entscheidungskraft. Selbst für banalste Entscheidungen werde am Telefon schnell mal Rat gesucht.

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