JVC DR-MX1 SE
Multitalent mit Altenteil

Okay, jetzt hat der alte VHS-Rekorder den Geist aufgegeben. Werden wir die Hochzeitsvideos je wiedersehen? Den ersten Urlaub mit den Kindern? Das mitgeschnittene letzte Soloprogramm der großen Lore Lorentz? Und was ist mit den (kopiergeschützten) Filmen auf VHS?

HB DÜSSELDORF. Eine preiswerte und gute Lösung des Dilemmas sind kombinierte VHS/DVD-Player, die ab 150 Euro zu haben sind. Die beste Nachrüstung besteht aber aus der Kombi aus VHS-, DVD- und Festplattenrekorder mit eingebauten Fernseh-Empfangsteil wie dem JVC DR-MX 1.

Eine multimediale Allzweckwaffe mit Altenteil. Gleichsam das Schweizer Messer der Videoindustrie. Auf etwas mehr als der Grundfläche des VHS-Schätzchens sind drei Geräte vereint. Allein die Ersparnis an Platz und Kabelsalat wäre den Aufwand wert.

Die Grundeinstellungen waren im Test in wenigen Sekunden automatisch erledigt. Weitere Einstellungen werden mit der übersichtlichen Menüführung vorgenommen. Hilfstexte erleichtern die Arbeit.

Trotzdem ist die Bedienung bei bestem Willen nicht als intuitiv zu bezeichnen. Das gut 100 Seiten starke Handbuch muss studiert werden, wollen wir mehr als die Grundfunktionen.

Doch es lohnt sich, zwei Tage in das Spielzeug zu investieren. Mitschnitte und die alten Urlaubsvideos landen dann nach wenigen Klicks auf der 160-Gigabyte-Platte oder auf der DVD.

Nettes Detail: Jede Aufnahme auf der Festplatte bekommt ein eigenes Startbildchen. Wir sehen im Verzeichnis sofort, was wir abspielen. Die Editier-Möglichkeiten sind ausreichend, aber etwas umständlich. Um Werbung rauszuschneiden, reicht es aber.

Sogar VHS kann im modernen, fast flimmerfreien "Progressive-Scan"-Modus abgespielt werden, wenn der Fernseher das unterstützt. Wunder in der Bildverbesserung gibt es nicht, aber bei Kaufkassetten war das Bild auf dem Test-LCD-Fernseher von Sharp (LC-37GD1E) doch sichtbar ruhiger. Insgesamt war die Bildqualität - auch im DVD-Betrieb - sehr gut.

Interessant ist die "Live-Memory-Funktion". Das Gerät zeichnet im Hintergrund die letzten 30 Minuten (oder mehr) des laufenden Programms auf. So können wir uns später noch spontan entschließen, das ganze Programm rückwirkend aufzunehmen oder von Anfang an zu sehen. Praktisch.

Schade: Während wir ein Fernsehprogramm aufzeichnen, können wir zwar ein anderes anschauen, aber keine DVD. Leider ist das Gerät auch nicht für das neue digitale Antennen-Fernsehen ausgerüstet. Da hilft nur eine externe Box, mit Einschränkungen bei der Aufnahme-Programmierung.

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