JVC veredelt seine „Reiswein“-Lautsprecher mit verbesserter Videotechnik
Promille-Power aus Japan

Die EX-Reihe von JVC mit seinen alkoholischen Lautsprechern bekommt Zuwachs. Das Komponentensystem EX-A10 vereint die Reiswein-getränkten Boxen mit verbesserter DVD- und Audio-Technik auf aktuellem Stand.

HB DÜSSELDORF. Hingucker sind die Lautsprechermembranen aus Echtholz. Wegen seiner idealen akustischen Eigenschaften gilt Holz seit jeher im Instrumentenbau als praktisch unersetzlich, wenn es um den optimalen Klang geht.

Die Herausforderung: Im Gegensatz zu herkömmlichen Materialien für Lautsprechermembranen kann mit Holz eine sonst schwer erreichbare Kombination aus hoher Schallausbreitungsgeschwindigkeit - für eine verbesserte Präsenz - und hoher Absorption für eine Steigerung der Klarheit erzielt werden.

Hinzu kommt, dass eine Holzmembran eine asymmetrische Ausbreitungsgeschwindigkeit der Schallwellen bewirkt und so einen verbesserten Frequenzgang liefert.

Schön und gut - nur lässt sich Holz nicht einfach per Laubsägearbeit zu einer Membran raspeln. Deshalb zieht JVC für die "Wood- Cone"-Membranen alle Register der traditionellen japanischen Holzbearbeitungskunst. So werden die dünnen Birkenholzbögen durch ein ausgiebiges Bad in Sake, japanischem Reiswein, willenlos und gefügig gemacht, damit es beim späteren Prägevorgang keine Risse gibt.

Schon das Vorgängermodell EX-A1 mit Alko-Lautsprechern hinterließ Anfang 2004 im Weekend-Journal-Test einen ausgesprochen guten Eindruck. Die Musik aus den Promillekalotten kommt angenehm warm und weich rüber, obwohl es sich um eine Anlage mit reiner Digitaltechnik handelt. Und die Bässe sind druckvoll.

Beim EX-A10 setzen die Japaner auf die gute Leistung noch einen drauf, indem sie eine zweite Holzmembran im Kirschholzgehäuse festgenagelt haben und die Anlage damit akustisch eine Qualitätsstufe anheben.

Deutlich aufgewertet wurde der Videoteil. Endlich gibt es auch einen Komponentenausgang und Progressive-Scan-Technik für flimmerfreie Vollbilder wie beim Computermonitor. Normale Fernsehbilder werden im Gegensatz dazu immer noch im "Zeilensprungverfahren" dargestellt.

Das im Internet beliebte DivX-Videoformat lässt sich nun ebenso abspielen wie das moderne MPEG-4-Videoformat. Im Audioteil kommen Windows-Dateien (".wma") dazu.

Kopiergeschützte Dateien (aus Online-Musikshops) werden aber leider nicht wiedergegeben. Überhaupt stört die fehlende Internetfähigkeit schon ein wenig. Wenn man erst einmal daran gewöhnt ist, hört man schon ganz gern Radio direkt aus dem Web.

Über solche Misslichkeiten trösten aber die edle Verarbeitung der beiden Metallgehäuse, die Kirschholzgehäuse der Lautsprecher und schöne Merkmale wie ein echter, großer, drehbarer Lautstärkeregler hinweg. Das wirkt wertig.

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