Kabellose Headsets im Test
Wer soll dein kabelloses Herzblatt sein?

Fitness-Tracker, Musik-Player und Headset in einem – und alles ohne störende Kabel: Das bieten Samsung und Motorola mit ihren neuen Kopfhörern Gear IconX und VerveOnes+. Können die virtuellen Computer im Ohr überzeugen?

KölnDieser Praxistest beginnt mit einem kleinen Desaster. Während Samsung gerade noch wegen feuergefährlicher Akkus bei seinem Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 in heftigen Turbulenzen steckt, wird auch aus dem neuen Headset Gear Icon X, das wir zu Testzwecken bekommen haben, beinahe teurer Elektroschrott. Was ist passiert?

Unsere 5-jährige Katze Pessi hat die „Knabbersucht“. Davon können sicherlich alle Katzenbesitzer ein Lied singen. In einem unbeobachteten Moment also hat sich Pessi über das brandneue Ladekabel der 229 Euro teuren Kopfhörer hergemacht und es mit mehreren gezielten Beißattacken völlig zerstört. So war der Test schon zu Ende, bevor er überhaupt beginnen konnte. Wenigstens hat Pessi ihre Cyber-Beute nicht verscharrt oder weggeschleppt. Und da die Gear IconX mit der Ladeschale per Micro-USB-Kabel verbunden werden, von denen man ja sowieso die ganze Schublade voll hat, war das Problem dann doch relativ schnell gelöst.

Distanz, Dauer, Puls und Kalorien ins Ohr geflüstert

Aber genug von den merkwürdigen Fressgewohnheiten geschlechtsreifer Wohnungskatzen. Worum es hier eigentlich geht: Kann der virtuelle Mini-Computer im Ohr, der Fitness-Tracker, Musik-Player und Headset in einem sein will, auch Zweibeiner überzeugen? Welche Alternativen gibt es und lohnt sich der Kauf? Wir haben den Alltags-Test gewagt.

Auf dem Papier zumindest können die Gear Icon X eine ganze Menge Dinge anstellen. Gekoppelt mit einem Android-Smartphone (funktioniert reibungslos per Bluetooth) kann man mit den kleinen Stöpseln, die nur je sechs Gramm auf die Waage bringen, nicht nur komplett kabellos telefonieren und während des Trainings bis zu 1.000 Lieder anhören, sondern auch noch seine sportlichen Aktivitäten aufzeichnen und sich über eine Sprachausgabe zu Geschwindigkeit, Distanz, Dauer, Puls oder verbrannten Kalorien auf dem Laufenden halten und motivieren lassen. Der Akku reicht für rund 1,5 Stunden Musik-Streaming per Bluetooth vom Smartphone oder drei Stunden bei der Musikwiedergabe vom integrierten Speicher (4 GB).

Die Einrichtung ist kinderleicht: Zuerst auf dem Smartphone die App „Samsung Gear“ installieren, die Kopfhörer per Bluetooth koppeln, einrichten und bestimmte Präferenzen festlegen. Beispielsweise auf welcher Seite der Haupt-Kopfhörer sein soll, mit dem Sie per Gesten- und Wischsteuerung durchs Menü navigieren. Oder in welcher Sprache (zur Verfügung stehen 15) Sie akustische Ansagen bekommen möchten oder welche Informationen während des Workouts in welchen Intervallen angesagt werden.

Aufgeladen werden die Gear Icon X über die mitgelieferte Ladeschale, die per Micro-USB entweder an die Steckdose oder an den Laptop angeschlossen wird. Mit ihr lassen sich die Kopfhörer zweimal wieder voll aufladen, bevor sie selbst wieder an die Steckdose geklemmt werden muss. Auf der Schale befinden sich vorne zwei kleine LED-Lämpchen, die rot leuchten, wenn die Kopfhörer leer sind und grün, wenn es endlich losgehen kann. Es sei denn, Sie möchten vorher noch eigene Musik oder ein Hörbuch auf die Kopfhörer ziehen, weil Sie beim Training das Smartphone zu Hause oder in der Umkleide lassen wollen.

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