Kameradrohne Airselfie im Test
Quadcopter statt Deppenzepter

Die Arme sind für Selbstporträts mit dem Smartphone zu kurz und Selfiesticks nerven. Dann schon lieber eine kleine Kameradrohne wie Airselfie. Was der Quadcopter im Hosentaschenformat drauf hat, zeigt unser Test.
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BerlinWer von Selfiesticks mit draufmontierten Smartphones genervt ist, für den haben die Macher von Airselfie eine interessante Alternative: Die von ihnen entwickelte Kameradrohne ist so groß wie eine flache Hand, hat vier in das stabile Aluminiumgehäuse eingelassene Rotoren und eine eingebaute 5-Megapixel-Kamera.

Pünktlich zum Heiligen Abend 2016 konnte das ebenfalls Airselfie genannte Startup seine Crowdfunding-Kampagne erfolgreich abschließen, 2762 Unterstützern war das Projekt insgesamt 574.504 Euro wert. Die Kameradrohne ist mittlerweile auch über die Webseite des Herstellers bestellbar. Wir haben den kleinen Copter vor dem Marktstart ausprobiert.

Airselfie ist im ungenutzten Zustand hochgradig unauffällig, was an der Unterbringung der Drohne liegt: Sie wird entweder in eine spezielle Smartphone-Hülle oder eine Akkuhülle ohne Smartphone-Einschub gesteckt. In beiden wird der Copter über einen eingebauten Akku geladen, die Akku-Hülle reicht aufgrund höherer Nennladung für mehr Ladungen aus.

Der Grundgedanke ist, die Drohne dank der Smartphonehülle immer dabei zu haben, um sie anstelle der Frontkamera für Selbstporträts nutzen zu können. Entsprechend dieser Aufbewahrungsmöglichkeit ist Airselfie so schmal wie ein iPhone 7 und mit 10,6 Millimeter äußerst dünn. Das Gesamtpaket aus Smartphone und Hülle ist aber natürlich entsprechend dick, vergleichbar mit einem iPhone in einer Akkuhülle.

Airselfie ist schnell einsatzbereit: Nachdem sie aus der Hülle gezogen wurde, verbindet sich die Drohne nach erfolgreicher Erstverbindung automatisch mit dem Smartphone. Der Copter ist so klein, dass er von der Hand aus gestartet werden kann.

Die vier Propeller sind in das Gehäuse eingelassen und nach oben und unten offen. Der Hersteller gibt die maximale Flughöhe mit 20 Metern an, mehr dürfte beim gedachten Einsatzzweck auch wenig sinnvoll sein. Für bodennahes Manövrieren reicht die Kraft der Rotoren aus, durch die geschlossene Konstruktion ist Airselfie aber verhältnismäßig laut.

Bei Videoaufnahmen stört der Lärm allerdings nicht, da Ton nicht mit aufgezeichnet wird. Wirklich unauffällig kann ein Selbstporträt aufgrund der Motorengeräusche aber nicht geschossen werden.

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