Kameradrohne Airselfie im Test Quadcopter statt Deppenzepter

Die Arme sind für Selbstporträts mit dem Smartphone zu kurz und Selfiesticks nerven. Dann schon lieber eine kleine Kameradrohne wie Airselfie. Was der Quadcopter im Hosentaschenformat drauf hat, zeigt unser Test.
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Quadcopter im Hosentaschenformat. (Foto: pr)
Kameradrohne Airselfie

Quadcopter im Hosentaschenformat. (Foto: pr)

BerlinWer von Selfiesticks mit draufmontierten Smartphones genervt ist, für den haben die Macher von Airselfie eine interessante Alternative: Die von ihnen entwickelte Kameradrohne ist so groß wie eine flache Hand, hat vier in das stabile Aluminiumgehäuse eingelassene Rotoren und eine eingebaute 5-Megapixel-Kamera.

Pünktlich zum Heiligen Abend 2016 konnte das ebenfalls Airselfie genannte Startup seine Crowdfunding-Kampagne erfolgreich abschließen, 2762 Unterstützern war das Projekt insgesamt 574.504 Euro wert. Die Kameradrohne ist mittlerweile auch über die Webseite des Herstellers bestellbar. Wir haben den kleinen Copter vor dem Marktstart ausprobiert.

Die besten Drohnen für Hobbyfilmer
DJI: Phantom 4 – Der Hindernisläufer
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Das neueste Modell des chinesischen Marktführers überrascht mit intelligenten Funktionen: Sie folgt Personen, die der Nutzer auf dem Display markiert, und weicht selbständig Hindernissen aus. Die Kamera filmt in 4K-Auflösung. Der Akku hält 28 Minuten, fünf Minuten länger als beim Vorgänger. Im Sportmodus fliegt die Phantom jetzt 72 Kilometer pro Stunde, die Reichweite der Fernsteuerung steigt auf fünf Kilometer. Preis: 1600 Euro.

Yuneec: Typhon H – Der Ausfallsichere
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Ausgestattet mit sechs Propellern, fliegt das neue Modell des chinesischen Herstellers Yuneec auch weiter, wenn zwei Propeller ausfallen. Dank eingebauter Stereokamera des Chipherstellers Intel soll die Drohne Hindernisse erkennen und so Kollisionen vermeiden. Die Landekufen klappen im Flug hoch, damit sie nicht im Bild der Schwenkkamera auftauchen, die in 4K-Auflösung filmt. Verkaufsstart ist April. Preis: 1800 Euro.

Lily: Lily – Die Selfie-Drohne
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Sie sieht aus wie ein fliegendes Ei und lässt sich aus der freien Hand starten: Die Drohne Lily ist besonders vielseitig und einfach zu bedienen. Aktiviert der Nutzer einen Sender in der Hosentasche, dann folgt Lily ihm auf Schritt und Tritt. Sogar wasserdicht soll der Flieger sein, wenn er aus Versehen mal im Pool landet. Preis: 919 Dollar.

3D-Robotics: Solo – Die Vielseitige
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Solo heißt die Drohne des US-Startups 3D Robotics – dabei ist sie besonders bindungsfreudig: Der Anschluss für die Kamera lässt sich nicht nur mit einer Action-Kamera von GoPro bestücken, sondern auch mit anderen Accessoires, etwa der Virtual-Reality Kamera Pixpro SP360 von Kodak, die 360-Grad-Videos aufzeichnet. Preis: Ab 999 Dollar.

Parrot: Bebop – Die Einsteigerdrohne
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Klein, leicht und robust: Die Drohne Bebop von Parrot ist vor allem Einsteigern zu empfehlen, die sich im Fliegen üben möchten und dabei möglichst keine Unfälle verursachen wollen. Im Falle eines Zusammenstoßes schaltet der Miniflieger automatisch die Propeller ab, die Kamera filmt in HD-Auflösung. Preis: 349 Euro.

Airselfie ist im ungenutzten Zustand hochgradig unauffällig, was an der Unterbringung der Drohne liegt: Sie wird entweder in eine spezielle Smartphone-Hülle oder eine Akkuhülle ohne Smartphone-Einschub gesteckt. In beiden wird der Copter über einen eingebauten Akku geladen, die Akku-Hülle reicht aufgrund höherer Nennladung für mehr Ladungen aus.

Der Grundgedanke ist, die Drohne dank der Smartphonehülle immer dabei zu haben, um sie anstelle der Frontkamera für Selbstporträts nutzen zu können. Entsprechend dieser Aufbewahrungsmöglichkeit ist Airselfie so schmal wie ein iPhone 7 und mit 10,6 Millimeter äußerst dünn. Das Gesamtpaket aus Smartphone und Hülle ist aber natürlich entsprechend dick, vergleichbar mit einem iPhone in einer Akkuhülle.

Airselfie ist schnell einsatzbereit: Nachdem sie aus der Hülle gezogen wurde, verbindet sich die Drohne nach erfolgreicher Erstverbindung automatisch mit dem Smartphone. Der Copter ist so klein, dass er von der Hand aus gestartet werden kann.

Die vier Propeller sind in das Gehäuse eingelassen und nach oben und unten offen. Der Hersteller gibt die maximale Flughöhe mit 20 Metern an, mehr dürfte beim gedachten Einsatzzweck auch wenig sinnvoll sein. Für bodennahes Manövrieren reicht die Kraft der Rotoren aus, durch die geschlossene Konstruktion ist Airselfie aber verhältnismäßig laut.

Bei Videoaufnahmen stört der Lärm allerdings nicht, da Ton nicht mit aufgezeichnet wird. Wirklich unauffällig kann ein Selbstporträt aufgrund der Motorengeräusche aber nicht geschossen werden.

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