Kampf gegen Spionage und Schmuggel
Nordkorea sind Handys ein Dorn im Auge

Laut Berichten japanischer Medien will Nordkorea im Kampf gegen Spionage und Schmuggel insbesondere den Gebrauch von Handys eindämmen.

HB TOKIO. „Manche Nordkoreaner haben Kontakte zu Einwohnern von Nachbarstaaten, indem sie Handys an Orten mit gutem Empfang - etwa Hochhäuser oder Berge - verstecken“, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Sie zitierte dabei ein ihr vorliegendes Dokument aus Nordkorea, das sie von einer japanischen Nicht-Regierungsorganisation erhalten habe. Der illegale Gebrauch der Handys müsse bekämpft werden, hieß es in dem genannten Papier.

„In Nordkorea gibt es sogar Geschäfte, die über Mobiltelefone Kontakte ins Ausland zur Verfügung stellen“, zitierte Kyodo einen Sprecher der japanischen Organisation Netzwerk zur Rettung des nordkoreanischen Volkes (RENK). Sie hatte das Dokument nach eigenen Angaben im Oktober heimlich fotografiert. Die Organisation setzt sich für nordkoreanische Asylbewerber ein.

Neben der Erklärungen über den Missbrauch von Handys erhalte das Dokument eine Liste von Dingen, die als Schmuggelware definiert würden, meldete Kyodo. Dazu gehörten politische Schriften, staatlich festgelegte Preislisten für alltägliche Güter und Agrarprodukte. Die Weitergabe von vertraulichen Informationen, etwa über den Aufenthaltsort von Personen, werde in dem Text als Spionage definiert, hieß es.

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