Karstadt wird das Handy anbieten
Apple geht beim iPhone neue Vertriebswege

Auch nach dem großen Medienrummel um den Start des iPhones in den USA sorgt das neue Apple-Handy weiter für Gesprächsstoff. Hierzulande steht dabei die Frage, wer das heiß begehrte Multimedia-Gerät verkaufen darf, im Mittelpunkt. Nun hat sich ein erster Verkäufer aus der Deckung gewagt. Derweil wurde aber auch eine erste iPhone-Sicherheitslücke aufgedeckt.

HB DÜSSELDORF. Apple wird beim Vertrieb des iPhones in Deutschland offenbar auf eine andere Strategie setzen als in den USA. Sind jenseits des Atlantiks die Hightech-Telefone seit wenigen Wochen ausschließlich in konzerneigenen Apple Stores sowie den Läden des US-Mobilfunkbetreibers AT&T erhältlich, sollen ab dem Spätherbst in Deutschland auch Fachhändler und Warenhausketten das iPhone verkaufen. Das Gerät wird unter anderem in Karstadt-Warenhäusern zu bekommen sein.

„Wir werden das iPhone anbieten“, sagte ein Sprecher des Mutterkonzerns Arcandor am Montag zu Reuters und bestätigte damit einen Vorabbericht der Wirtschaftswoche. Ob das Mobiltelefon mit oder ohne Vertrag verkauft werde, könne aber noch nicht gesagt werden. Karstadt hoffe, das Gerät schon im Weihnachtsgeschäft anbieten zu können. Karstadt vertreibt mit dem iPod und den Mac-Computern bereits seit Jahren Produkte des kalifornischen Apple-Konzerns.

Unklar ist, ob das Handy auch in den Läden der Konkurrenz zu haben sein wird. Vorbereitungen für den Verkauf des iPhones laufen offenbar bei den zur Düsseldorfer Metro Gruppe gehörenden Elektronikhändlern Saturn und Media Markt. Auf der Media-Markt-Website ist derzeit eine große Produktinformation zum iPhone zu sehen. „Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir diese Produkte zwangsläufig in unser Sortiment aufnehmen“, sagte ein Unternehmenssprecher.

In konkreten Gesprächen sowohl mit Apple als auch mit den in Frage kommenden Mobilfunkbetreibern befindet sich unterdessen auch Gravis, der größte deutsche Fachhändler für Apple-Produkte. Gravis-Chef Archibald Horlitz sagte der Wirtschaftswoche, dass seine Kette das „iPhone in Deutschland anbieten wird“. In einzelnen Läden können Kunden bereits aus den USA eingeflogene iPhones ausprobieren. Gravis ist bundesweit mit 29 Geschäften sowie einem Onlineshop vertreten.

Der Vertrieb des iPhones über den breiten Handel könnte ein Indiz dafür sein, dass Apple hierzulande von der Strategie abrückt, nur je einen Mobilfunkanbieter pro Land für das iPhone zuzulassen. Als Favoriten in der Bundesrepublik gelten aktuell die zwei Branchenschwergewichte T-Mobile und Vodafone.

Das Multimedia-Gerät, das Telefon, Internet und Musikspieler vereint, war Ende Juni in den USA auf den Markt gekommen. Dort ist der Telekomriese AT&T exklusiver Vermarktungspartner von Apple. In Medien war spekuliert worden, dass T-Mobile für Deutschland den Zuschlag erhält und in Großbritannien der Konkurrent O2.

Seite 1:

Apple geht beim iPhone neue Vertriebswege

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%