Kaspersky-Prognose: Google wird den Smartphone-Markt dominieren

Kaspersky-PrognoseGoogle wird den Smartphone-Markt dominieren

Google wird in Kürze zur Smartphone- und Tablet-Supermacht aufsteigen und den bisherigen Marktführer Apple mit iPhone und iPad weit hinter sich lassen, prognostiziert der IT-Sicherheitsexperte Eugene Kaspersky.
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Düsseldorf„Apple wird in drei Jahren vielleicht zehn Prozent des Smartphone- und Tablet-Marktes haben. Google wird mit rund 80 Prozent den Markt dominieren“, sagte Eugene Kaspersky der „Wirtschaftswoche“. Kaspersky ist Chef des weltweit viertgrößten Anbieters für Computersicherheit Kaspersky Lab, in Deutschland ist das Unternehmen Marktführer bei Virenschutz-Software.

Der Unternehmer begründet seine Einschätzung mit der offenen Software-Plattform Android. „Google wird mit Android in drei Jahren das Geschäft mit Smartphones, Tablet-Computern und vernetzten Fernsehern dominieren – sofern sie nicht ihre Strategie ändern, Android allen Interessenten anzubieten. Google wird auf dem Gebiet so etwas sein wie Microsoft bei PCs, weil offene Systeme überlegen sind“, sagte Kaspersky.

Im Gegensatz zu seinen Android-Wettbewerbern ist das iPhone ein geschlossenes System, das von Apple streng kontrolliert wird. Für Android werde es viele ausgezeichnete Sicherheitslösungen geben, „weil Spezialanbieter sich um diesen Markt kümmern und hart konkurrieren werden“. Kaspersky: „Der Zugang zu Android erlaubt es uns, sehr wirksame Sicherheitssoftware zu entwickeln. Bei Apple hingegen sind wir gehandicapt, weil das Unternehmen unseren Zugriff aufs System einschränkt.“ Schon heute sind Windows-Systeme laut Kaspersky weitaus sicherer als die von Apple. Kaspersky: „Apple tut noch viel zu wenig bei der Informationssicherheit und stopft Löcher viel zu spät.“

Rüstungsindustrie will Cyberwaffen produzieren
Der russische IT-Sicherheitsexperte hält es für wahrscheinlich, dass die Rüstungsindustrie künftig auch Cyberwaffen für die Kriegsführung im Internet produziert. „Überraschen würde es mich nicht“, sagte er weiter. „Die Profitmargen rangieren noch vor dem illegalen Waffenhandel.“

Kaspersky hält Cyberwaffen für gefährlicher als „Atomraketen und biologische Kampfstoffe“: „Sie sind mit weit weniger Aufwand zu entwickeln und einzusetzen und nicht regional begrenzt. Und sie können sich unkontrolliert fortpflanzen – mit unerwarteten Folgen.“ Dass künftig Unternehmen ihre Daten via Internet auf fremde Rechner auslagern und von dort abrufen (Cloud-Computing) verschärfe die Situation zusätzlich. „Das macht den Schutz dieser Daten noch viel komplizierter.“

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  • Herr Kaspersky versucht uns zu vermitteln, dass offene Systeme überlegener sind. Ja sage ich was die Manipulation betrifft und wiederum die Berechtigung von Sicherheitssoftware von Herrn Kaspersky betrifft. Ich schließe mich meinem Vorredner an und denke, dass Apple hier ganzheitlicher ist! Nicht zu vergessen ist, dass alle anderen Apple hinterher laufen. Im Gegensatz zu Apple befinden sich Android noch im "Möchtergernstatus".

  • Apple wird aber immer seine Berechtigung am Markt haben und es ist ja jetzt schon nicht das Ziel, dass man Marktführer wird, weil die Geräte in einer Premium-Preisklasse sind und nicht wie bei Android in jeglicher. Auf finderly.com wurde mir ein S2 empfohlen und ich bin mit Android auch wirklich zufrieden, obwohl mir iOS noch ausgereifter scheint.

  • Oops, von dem Kommentar von Wally halte ich mal so rein garnix! Sicherlich wird es immer Leute geben, die diese überteuerten Produkte unter dem Deckmäntelchen der Usability kaufen werden, aber die Usability zu Lasten des Schutzes der persönlichen Daten zu haben, wird sich in Zukunft sicher rächen.
    Bereits heute ist es möglich, ein Google-Smartphone oder -Tablet zu verwenden, ohne Google auch nur den kleinen Anhaltspunkt über die Identität zu liefern. Dieser Aspekt wird in Zukunft immer stärker in den Vordergrund treten.

    Ich denke, Kapersky hat gar nicht so unrecht.

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