Kensington Dock
iPods-Fernsehtanke

Was haben Apple und meine Autowerkstatt gemeinsam? Beide lassen sich jeden Handschlag bezahlen. Die Aufpreisliste des Musikspielers iPod liest sich wie in den besten Tagen der deutschen Autoindustrie.

DÜSSELDORF. Ob Netzteil, Kabel für den Anschluss an die Stereoanlage, Schutzhülle oder Tischladestation, alles kostet extra. Da kann man schnell einen Hunderter auf den eigentlichen Kaufpreis des Musikplayers draufrechnen.

Doch im Gegensatz zum Autokauf hat der Käufer beim Apple-Zubehör glücklicherweise eine riesige Auswahl an Produkten von Drittanbietern, die die Originalteile ersetzen können. Das belebt die Konkurrenz und sorgt für Vielfalt. Bestes Beispiel sind die Tischstationen für den Musik- und Videospieler. Der Zubehörspezialist Kensington bringt aktuell sein formschönes Entertainment Dock 500 auf den Markt. Pfiffigstes Detail ist die unauffällig integrierte Ablage für die kleine Fernbedienung, die sonst immer nur irgendwo rumfliegt und verloren geht.

Der Anschluss an ein TV-Gerät mit AV- oder S-VHS-Anschluss ist denkbar einfach. Leider liegt nur das AV-Kabel bei, ein S-VHS-Kabel muss im Zweifel dazugekauft werden. Natürlich kann das Musikkabel alternativ an die Stereoanlage angeschlossen werden.

Bevor jedoch die ersten Bilder über die Mattscheibe flimmern, muss der standardmäßig am iPod ausgeschaltete TV-Ausgang aktiviert werden (Menüpunkt Diashow - Einstellungen). Das Bild-Signal wird vom Apple-Spieler analog und in PAL-Norm ausgegeben. Die Bildqualität der mit 320 x 240 Pixeln vorliegenden Videos ist auf kleineren TV-Geräten gerade noch erträglich.

Größter Schwachpunkt des Kensington Docks - der auch eine Akku-Ladestation ersetzt - ist, dass er das Menü des iPod nicht auf dem TV-Schirm darstellt. Zur Auswahl von Musik- oder Videoclips muss selbst ein geschultes Adlerauge vom Sofa aufstehen und mit der Fernbedienung in der Hand - zum Fernseher gehen.

Fazit: Eine praktische und formschöne Ergänzung für den iPod im Wohnzimmer. Eine gute Alternative ist aber bereits in Sicht. Das Tune Center des amerikanischen Zubehörspezialisten Giffin, das noch in diesem Halbjahr auf den Markt kommen soll, wird die Darstellung des Menüs auf dem TV-Schirm beherrschen. Axel Postinett

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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