Konsumelektronik-Messe CES: Die Gadget-Show der Flops

Konsumelektronik-Messe CESDie Gadget-Show der Flops

Größer, schneller, schicker: Bei der Elektronikmesse CES preisen die Unternehmen ihre Produkte in den höchsten Tönen an – doch viele der in Las Vegas vorgestellten Innovationen floppen. Liegt ein Fluch über der Messe?
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Las VegasWer nach Las Vegas kommt, hofft auf den großen Gewinn. Das gilt nicht nur für die Spieler, die ihre Dollar in die Casinos der Glitzerstadt tragen: Auch die Elektronikkonzerne und Startups, die sich ab dem heutigen Montag auf der Leitmesse Consumer Electronics Show (CES) präsentieren, wollen den Jackpot knacken. Das heißt: Maximale Aufmerksamkeit der Fachbesucher und Journalisten aus aller Welt – und später maximaler Umsatz mit den neuen Gadgets und Geräten.

Allerdings geht es den Unternehmen wie den allermeisten Spielern: Sie holen nicht den Hauptgewinn. Denn viele Produkte, die in den vergangenen Jahren auf der Elektronikmesse mit großem Tamtam angekündigt wurden, verschwanden wieder leise, kassenklingelnde Erfolge waren in den vergangenen Jahren selten. Und daran wird sich auch 2013 vermutlich wenig ändern. Manch einer spricht gar von einem Fluch.

Das war nicht immer so. Einige CES-Debütanten haben den Alltag umgekrempelt. Früher etwa der Videorekorder und die ersten Heimcomputer, unter ihnen der C64. Auch CD, DVD und Blu-ray begannen auf der Leitmesse ihren Siegeszug, ebenso wie das hochauflösende Fernsehen oder die Xbox von Microsoft.

Allerdings ist die Bilanz der letzten Jahre bestenfalls durchwachsen. Das Smartphone Palm Pre etwa, bei der Messe 2009 als potenter iPhone-Konkurrent angepriesen, ist vom Markt verschwunden, ebenso der Hersteller Palm. Die leichten und leistungsfähigen Ultrabooks, im vergangenen Jahr von den PC-Herstellern beworben, haben bislang nur einen minimalen Marktanteil.

Auch das 3D-Fernsehen führt nach wie vor ein Nischendasein. Und von den meisten Android-Tablets der vergangenen Jahre spricht auch kaum noch jemand.

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  • Sein wir doch mal ehrlich:
    90% von dem was das präsentiert wird braucht eigentlich sowieso kein Mensch.

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