Konzerne wollen vom Boom profitieren
Fleißige Handyfotografen treiben Umsätze

Foto-Handys avancieren zum Verkaufs-Renner. 65 Millionen von ihnen gingen weltweit in 2003 über die Ladentheken, schätzen die britischen Marktforscher von Strategy Analytics. Mehr noch: Schon in der ersten Jahreshälfte hätten die fotofähigen Mulimedia-Telefone die Verkaufszahl reiner Digitalkameras getoppt.

HB DÜSSELDORF. Nicht nur die Handyhersteller freuen sich über die neue Lust am Schnappschuss. Während Netzbetreiber vom Trend des Fotoverschickens von Handy zu Handy profitieren wollen, spekuliert auch die Fotobranche auf ein wachsendes Interesse. Die Fotofirmen profitieren schließlich, wenn die Nutzer ihre Handy-Bilder auch aufs Papier bannen wollen. Bei der Digitalfotografie ging diese Rechung schon auf: Immerhin jedes sechste professionell entwickelte Foto stammte im Vorjahr aus einer Digitalkamera.

Firmen wie Agfa, Fujifilm und Kodak entwickeln zurzeit eine Infrastruktur, die den Handyfotografen das Erstellen von Papierfotos erleichtern soll. Sie setzen zum einen auf virtuelle Fotoalben im Internet. Dort werden die Fotos zwischengespeichert, bearbeitet und können anschließend im Großlabor bestellt werden. Parallel baut die Fotoindustrie Kiosksysteme auf, über die die Bilder bestellt oder direkt ausgedruckt werden können. Diese Automaten, so genannte Bilderstationen, werden derzeit bei Fotohändlern aufgestellt oder auf Handytauglichkeit nachgerüstet. Später kommen Bilderboxen in Drogerien, Kaufhäusern und Lebensmittelläden hinzu.

Schon heute können die Handybesitzer ihre Bilder relativ leicht über die mobile Internetverbindung an die jeweiligen Internet-Plattformen der Fotokonzerne übertragen und dann bequem zu Hause am PC bearbeiten. Als Service stellen die Fotofirmen dafür kleine Softwareprogramme zum Download zur Verfügung, um etwa rote Augen zu retouchieren oder Bildausschnitte festzulegen. Mit einer Kodak-Software können zudem mehrere Handy-Schnappschüsse auf einem einzigen Foto vereint werden.

Das ist deshalb praktisch, weil die Auflösung der Fotohandys heute noch zu gering ist, um qualitativ hochwertige Bilder im beliebten 10 x 15-Format auszudrucken. „Wir erwarten einen sprunghafen Anstieg unseres Geschäfts, wenn bald Kamerahandys mit einer Auflösung von bis zu 2 Megapixel angeboten werden“, sagt Fuji-Photo-Film-Sprecherin Petra Fujiwara.

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