„Krieg um Entwickler“: Microsoft erkauft sich die Zuwendung von App-Machern

„Krieg um Entwickler“
Microsoft erkauft sich die Zuwendung von App-Machern

Das mobile Betriebssystem von Windows bekommt gute Kritiken für Design und Funktionen – doch etwas fehlt den Telefonen des Technologie-Riesen: Apps. Jetzt zückt Microsoft das Scheckbuch.
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New YorkIm Team mit dem Telefonhersteller Nokia hat sich Microsoft mit seinem mobilen Betriebssystem „Windows Phone“ zur ernsthaften Konkurrenz auf dem Smartphone-Markt gemausert. Das „Lumia710“ kann mithalten, sind sich Experten einig.

Handelsblatt-Experte Axel Postinett meint, mit dem Gerät müsse man sich nicht mehr vor iPhone- und Android-Nutzern verstcken. „Es sticht mit seiner grafisch durchgestylten Bedienoberfläche, der optisch herausragenden Benutzerführung, sowie den animierten Kacheln zum Starten von Apps klar aus der Masse.“

Doch viele Apps stehen zum Starten nicht bereit. Den über 500`000 iPhone-Apps kann Microsoft gerade 70`000 entgegen stellen. Und es fehlen die falschen, wie zum Beispiel die des Spieleherstellers Zynga. Das soll sich jetzt ändern – und das lässt sich Microsoft auch etwas kosten.

Das illustriert der Fall des Hit-Social-Networks „Foursquare“. Das Unternehmen bietet Apps für Blackberrys, iPhones und Android-Geräte an. Und nun auch für das Windows Phone – gebaut von einer externen Firma, bezahlt von Microsoft.

Hätte Microsoft nicht bezahlt, fände man im App-Store von Windows Foursquare noch heute „wahrscheinlich nicht“, sagte Foursquare-Manager Holger Luedorf der „New York Times“. „Wir haben beschränkte Mittel, und die müssen wir für die Plattformen einsetzen, auf denen sie den größten Effekt haben“.

Ein Problem, das viele Firmen kennen. Apps entwickeln ist teuer, und für jede Plattform müssen die kleinen Programme umgeschrieben werden. Das kostet Zeit und Geld, das die meisten Firmen nicht haben.


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