Küchengadget Gourmetpilot im Test
Steak braten? Es gibt eine App dafür!

Smartphone statt Kochbuch: Der Gourmetpilot soll Hobbyköchen zum perfekten Steak oder Risotto verhelfen. Sensoren überwachen die Lebensmittel in der Pfanne, die App gibt Anweisungen. Die Diät fällt jedoch eintönig aus.

Wer gerne, aber selten kocht, kennt das Problem: Das Steak wird schon mal etwas zäh, das Risotto brennt an und das Spiegelei ist nicht ganz durchgebraten. Erfahrung lässt sich eben nicht so leicht ersetzen. Dass es durchaus möglich ist, will das deutsche Start-up Cuciniale zeigen. Es hat ein Gerät namens Gourmetpilot entwickelt, das mithilfe von Sensoren Fleisch, Reis und andere Lebensmittel beim Kochen oder Braten analysiert. Die App zeigt dem Hobbykoch dann die nächsten Schritte an, bis das Essen mundgerecht gegart ist.

Die Firma vom Bodensee macht vollmundige Versprechen: „Speisen auf Profiniveau“, und zwar mit Gelinggarantie. Auch schwierige Gerichte werden „zauberhaft einfach auf den Punkt gegart“. Kann ein Gerät für rund 150 Euro tatsächlich dabei helfen, ein Essen wie im Restaurant zu zaubern? Wir haben die Pfanne geschwungen – und festgestellt, dass auch bei Küchengadgets nicht so heiß gegessen wie gekocht wird.

Der Sensor sieht auf den ersten Blick aus wie ein Bratenthermometer: Er besteht aus einem eckigen Plastikgehäuse, in dem ein Metallstab steckt. Im Inneren befinden sich Fühler, die nicht nur die Temperatur messen, sondern auch Eiweiß-, Fett- und Wassergehalt von Lebensmitteln. So lässt sich beispielsweise leicht überprüfen, wann die Pfanne die richtige Temperatur hat, um das Steak reinzulegen. Oder wie lange ein Stück Fleisch noch brutzeln muss. Die Daten funkt der Stab per Bluetooth aufs Smartphone oder Tablet, wo die App sie verarbeitet und Anweisungen gibt.

Dieses Prinzip funktioniert im Idealfall. Bevor wir zwei Steaks braten, stellen wir zunächst ein, um was für einen Herd es sich handelt. Dann teilen wir der App mit, wie dick das Fleisch ist (unter 1,5 Zentimeter), wie braun es außen sein soll und welchen Gargrad zwischen „rare“ und „well done“ wir uns wünschen. Der Gourmetpilot lässt uns zunächst die Pfanne ordentlich vorheizen und lotst uns dann durch den Prozess. Nach zehn Minuten haben wir perfekt gegarte Steaks – ohne probieren zu müssen.

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Steak braten? Es gibt eine App dafür!

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Wenn die App beim Anbraten abstürzt

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