Laptop-Hersteller Acer Dünn, dünner, am dünnsten – mit einer Ausnahme

Acer lässt das Billig-Image hinter sich. Der Laptop-Hersteller setzt in einem sinkenden PC-Markt auf Edel-Laptops, Spielemarkt und das Geschäft mit Schulen. Generell gilt: Alles möglichst schmal. Nur nicht in einem Fall.
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Das Laptop ist ein schweres Geschütz und passt sogar nicht zum sonstigen Angebot des Computerbauers. Quelle: Acer
Acer Predator 21 X

Das Laptop ist ein schweres Geschütz und passt sogar nicht zum sonstigen Angebot des Computerbauers.

(Foto: Acer)

New YorkFast 10.000 Dollar kostet der Predator 21 X – das neue Monster-Laptop von Acer, um das sich die Computerspiel-Spezialisten auf der Terrasse des AMC Loews Kino am New Yorker Lincoln Square tummeln. Hier stellt der taiwanesische Hersteller seine neuen Produkte vor. Einen eigenen Transportkasten für das 8,5 Kilogramm schwere Stück mit gekrümmten 21-Zoll-Bildschirm für das bessere Spielgefühl liefert Acer gleich mit. Damit soll das schwere Geschütz mit seinen High-Tech-Komponenten keinen Schaden nehmen.

Erst vor wenigen Wochen ist er auf den Markt gekommen. Doch schon jetzt gilt der neue Predator – das „Raubtier“ – als Kultobjekt unter Computerspielern. Im Internet haben sich schon mehr als 20.000 Videos und Blogs dem neuen Spiele-Laptop gewidmet.

Diese Produkte werden in zehn Jahren unseren Alltag erleichtern
Speed-Dating in der virtuellen Realität
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Warum nur Fotos anschauen wie bei Tinder? Wer auf der Suche nach einem neuen Partner ist, könnte sich künftig als Hologramm in der virtuellen Realität mit interessanten Menschen treffen. Wenn die Chemie dort stimmt, steht einem ganz realen Treffen nichts mehr im Wege.

Nie wieder durstig
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Die atmosphärische Luft besteht aus den verschiedensten Gasen. Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O) gehören dazu. Eine Verbindung zwischen den beiden führt zu H2O (Wasser). Dementsprechend wäre es möglich, dass sich intelligente Trinkflaschen künftig über die Atmosphäre selbst befüllen.

Optimiert schlafen
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Zimmertemperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtquellen: Eine angenehme Nachtruhe hängt mit vielen Faktoren zusammen. Heute greifen wir noch zur Wärmflasche. Doch das soll bald Geschichte sein. Ein elektronischer Schlafassistent wird die wichtigen Schlaffaktoren überprüfen, um sie dann auf unsere Bedürfnisse abzustimmen.

Nie wieder suchen
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Wo sind nur meine Schuhe? Diese Frage soll bald überflüssig werden. Bald sollen wir unsere Schuhe über eine App rufen und finden können.

Medizin per Knopfdruck
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Müdigkeit, Unwohlsein oder Haarausfall können oft mit Mangelerscheinungen oder Krankheiten zusammenhängen. Die nötigen Nähstoffe bekommen wir meist in der Apotheke. Dabei gibt es allerdings ein paar Probleme: Die Auswahl der richtigen Tabletten, der Ausschluss von Wechselwirkungen oder auch die Menge der Pillen, die wir zu uns nehmen müssen. 3D-Pillendrucker könnten künftig Abhilfe schaffen. Sie sollen vollständig personalisierte Medikamente erstellen, die alles enthalten, was wir für unser Wohlbefinden brauchen, genau in der richtigen Dosierung.

Alltagshelfer
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Überquellende Müllcontainer? Wird es nicht mehr geben. Die Mülleimer könnten in den nächsten Jahren mit Sensoren ausgestattet werden, die die Müllabfuhr ab einem gewissen Füllstand kontaktieren. So bleibt die Nachbarschaft sauber.

Kluges Geschirr
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Kalorienzählen ist durch Apps schon einfacher geworden. Der nächste Schritt: cleveres Geschirr, das die Nährwerte der Mahlzeiten automatisch berechnet, speichert und uns nach dem Essen mit der Daten konfrontiert.

Emmanuel Fromont, dem Acer-Chef für die Emea-Region – also Europa, Naher Osten und Afrika – kann es recht sein. „Gaming ist für Acer eines der wichtigsten Wachstumsfelder“, sagt er im Gespräch mit dem Handelsblatt. Heute macht dieser Bereich acht Prozent des Umsatzes aus. „Den Umsatzanteil wollen wir dieses Jahr verdoppeln“, sagt Fromont.

Auch er weiß, dass der PC-Markt insgesamt stagniert. Vor allem Privatleute wechseln ihre PCs nicht mehr so häufig aus wie früher. Laut Marktforschungsinstitut IDC wurden im ersten Quartal dieses Jahres mit 60 Millionen PCs weltweit nur 0,6 Prozent mehr verkauft als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Acer konnte in diesem Umfeld seinen Absatz um 2,9 Prozent steigern und damit den fünften Platz zurückerobern.

„Wir müssen heute neue Anreize schaffen: Spiele bieten da große Chancen“, sagt Fromont. Der boomende Markt für Computerspiele wird in diesem Jahr laut Branchendienst Newzoo auf 100 Milliarden Euro geschätzt. Davon entfällt ein Drittel auf PCs – und nicht auf Konsolen oder Smartphones. In einigen Märkten wie Deutschland und Österreich kommt Acer schon heute auf mehr als 30 Prozent Marktanteil im Spielebereich.

Mit dem Predator 21X wollte Acer vor allem zeigen, wozu das Unternehmen technisch fähig ist. Ansonsten fallen auch bei dem Konzern die Spiele-Laptops eher kleiner aus. Dank neuer Kühlungstechnologien können auch diese Computer heute flacher gestaltet werden.

„Wir sind nicht mehr der billige Hardware-Anbieter“
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