Leit-Artikel Asus Vivo Tab
Balanceakt auf dem Schoß

Andocken und lostippen: Asus verkauft seinen Tablet-Computer Vivo Tab mit einer Docking-Station, die aus dem Gerät ein Notebook macht. Das kostet nur zwei Handgriffe – allerdings kommt es beim Test fast zum Unglück.
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DüsseldorfUff! Schon beim ersten Einsatz wäre es beinahe passiert: Als ich im Regional-Express mit dem Vivo Tab auf dem Schoß arbeite, kippt der Klapp-Computer bei einem Bremsmanöver beinahe kopfüber herunter. Nur die dicke Tasche meines Knie an Knie sitzenden Gegenübers verhindert, dass er auf den Boden knallt. Glück gehabt.

Der Balanceakt in der Bahn kommt nicht von ungefähr. Das Gerät ist eines der Mischwesen, die das neue Betriebssystem Windows 8 mit seiner Optimierung für Touchscreens heraufbeschworen hat – einerseits ein Tablet-Computer, andererseits ein Notebook. Dafür kombiniert Asus einen fast 12 Zoll großen Bildschirm und ein leichtes Tastaturdock, die sich zusammenstecken lassen. Der Nachteil dieser flexiblen Konstruktion: Das Gerät ist arg kopflastig und daher bei etwas Schieflage umsturzgefährdet.

Die beiden Teile sind über zwei kleine Scharniere verbunden. Diese sind allerdings etwas hakelig: Ich muss den Bildschirm schon exakt einpassen, damit er einschnappt. Dass es gelungen ist, bekomme ich mit einer leichten Vibration und einem Ton signalisiert. Dann kann ich Ober- und Unterteil wie bei einem Notebook komplett zu- und wieder aufklappen, auch wenn die Scharniere etwas schwergängig sind. Über einen kleinen Schieber löse ich die Verbindung wieder.

Der Bildschirm macht richtig Spaß. Filme kommen im 16:9-Format auf dem IPS-Display brillant rüber, weil der Blickwinkel relativ groß ist, können es auch zwei Zuschauer als Mini-Kino nutzen. Websites werden sehr geräumig angezeigt. Auch die Bedienung funktioniert prima, der Finger rutscht angenehm über den Touchscreen. Das Äußere aus Metall und Kunststoff macht ebenfalls einen hochwertigen Eindruck – das Gerät mit seinen 675 Gramm liegt gut in den Händen und lässt sich auch längere Zeit bequem halten.

Einziges Manko: Am Bildschirm selbst sind keine USB-Anschlüsse. Bevor ich mein externes DVD-Laufwerk anschließen kann, muss ich das Tastaturdock dranklemmen. Einschübe für Micro-SD sowie ein HDMI-Anschluss für Monitore oder Fernseher sind im Tablet-Gehäuse unauffällig untergebracht.

Das Dock macht aus dem Tablet-Computer ein Netbook – mit Tastatur, Anschlüssen und einem Extra-Akku. Der hat es in sich: Die Laufzeit verlängert sich nach Angaben von Asus von neun auf 16 Stunden. Allerdings stößt das Gerät an andere Grenzen.

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Balanceakt auf dem Schoß

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