„Leit-Artikel“ Blackberry Z10: Ein Blackberry auf dem Apple-Weg

„Leit-Artikel“ Blackberry Z10
Ein Blackberry auf dem Apple-Weg

Ein Blackberry ohne Tastatur – das ist schon ungewöhnlich. Das neue Z10 soll eben nicht nur die Arbeit erleichtern, sondern auch Spaß machen. Der Test zeigt: Das funktioniert – so lange der Akku hält.

Eins vorweg, ich bin kein großer Blackberry-Fan. Im Gegenteil: Mit meinem Modell, das ich seit einigen Monaten beruflich nutze, bin ich bisher nicht warm geworden. Privat habe ich ein iPhone, und das ist für mich alternativlos. Nun also das Blackberry Z10, das erste echte Smartphone aus dem Hause Blackberry statt einer effizienten und sicheren, aber irgendwie auch langweiligen E-Mail-Maschine. Und das erste Gerät mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10, das den kanadischen Hersteller aus der Misere führen soll.

Optisch hat das neue Modell, das seit kurzem im Handel ist, mit seinen Vorgängern nicht mehr viel zu tun. Fast schon stylish kommt es daher. Doch mit dem iPhone – dieser Vergleich muss erlaubt sein – kann es nicht mithalten. Während das iPhone chic und hochwertig aussieht, hat es beim Z10 leider nur zu einem Plastikgehäuse gereicht. Und das sieht eben doch irgendwie billig aus. Schade, denn die Form des Geräts ist schön.

Eingefleischte Blackberry-Fans, davon habe ich einen in der Familie, vermissen die physikalische Tastatur. Statt über kleine schwarze Tasten bediene ich das Smartphone über den 4,2 Zoll großen, berührungsempfindlichen Bildschirm. Für eine iPhone-Besitzerin nichts Neues.

Um die Fans nicht zu vergraulen, hat Blackberry sich etwas für die Tastatur einfallen lassen: Das Z10 lernt Begriffe aus Mails und Facebook-Nachrichten, etwa ungewöhnliche Namen und Wörter. Und es verbessert nicht nur regelmäßige Vertipper, sondern hat auch eine clevere Vorschlagfunktion. Wer häufig seine Mails mit „Liebe Kollegen“ beginnt, tippt beispielsweise nur noch „Lie…“ ein und das Gerät schlägt das komplette Wort „Liebe“ vor, anschließend reicht schon ein K und es schlägt „Kollegen“ vor. Angeblich soll das System bis zu zwei Drittel der Tastaturanschläge einsparen.

Gewöhnen muss ich mich an die Navigation. Denn die ist komplett anders als etwa bei Apple. Um beispielsweise die aktiven Anwendungen anzuzeigen, streiche ich mit dem Finger vom unteren Rand des Displays nach oben – so habe ich es in der kleinen Erklär-Show nach dem Starten des Geräts gelernt. Und ich streiche vom oberen Rand nach unten, um beispielsweise die Einstellungen aufzurufen. „Flow“ nennt der Hersteller dieses Bedienkonzept, das im Zentrum des neuen Betriebssystems Blackberry 10 steht. Damit kommt das Z10 ganz ohne Tasten an der Vorderseite aus.

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Niemals ohne Ladekabel aus dem Haus

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