Leit-Artikel Google Chromecast
Smart-TV zum Schnäppchenpreis

Mit dem Chromecast startet Google seinen zweiten Angriff aufs Wohnzimmer. Für nur 35 Euro macht das Zubehör den Fernseher zum internettauglichen Smart-TV. Dabei vermeidet der Konzern Fehler der Vergangenheit.
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DüsseldorfEs war im Sommer 2012: Wenige Tage vor dem Halbfinale der Fußball-EM ging mein alter Fernseher kaputt. Ersatz musste her, und zwar schnell. Die Auswahl im Elektronikmarkt war riesig, die Preisspanne auch – und ich entschied mich für ein Modell mit guter Bildqualität, aber ohne Internetverbindung. Deutschland-Italien wurde ja bei den Öffentlich-Rechtlichen in HD übertragen, nicht per Youtube gestreamt. Der Verkäufer resignierte angesichts meiner Beratungsresistenz.

Die Fußball-EM war schnell vorbei, die folgenden Olympischen Spiele in London auch – und ohne die ausufernden Sportübertragungen kehrten die alltäglichen Sehgewohnheiten zurück. Wegen des teilweise trostlosen TV-Programms blieb die Flimmerkiste öfters aus, per Youtube oder Streaming-Portale wie Maxdome wurde das Abendprogramm aus Serien, Filmen oder Kurzvideos zusammengestellt – auf dem Laptop. Hätte ich auf den Verkäufer gehört...

Seit März in Deutschland auf dem Markt

Über eine Settop-Box hätte ich zwar in der Zwischenzeit das Internet auf meinen nicht-smarten Flachbildfernseher bringen können, doch wirklich überzeugt hat mich keine Lösung: Umständlich in der Bedienung, zu geringes Serien-Angebot oder schlichtweg zu teuer. Aufhorchen ließ mich erst der Chromecast von Google, eine Miniatur-Lösung zum Miniatur-Preis.

Der HDMI-Stick soll genau das schaffen, woran die integrierten Lösungen vieler TV-Hersteller bislang gescheitert sind: Inhalte aus dem Internet in guter Qualität schnell und einfach auf den Fernsehbildschirm bringen. Und das für 35 Euro. Meine Aufmerksamkeit hatte Google damit gewonnen, als Chromecast im vergangenen Sommer vorgestellt wurde. Seit Mitte März ist das gerade einmal daumengroße Gerät auch in Deutschland erhältlich.

Auspacken, einstecken, einrichten – fertig. So verspricht es zumindest Google. Auch in der Praxis ist es fast so einfach: In der Verpackung befinden sich neben dem Stick selbst nur ein USB-Kabel zur Stromversorgung, ein Netzteil sowie ein HDMI-Extender, falls für den Chromecast am HDMI-Anschluss wegen anderer Kabel kein Platz ist. Eine richtige Anleitung fehlt, nur die ersten drei Schritte sind auf der Innenseite der Verpackung abgedruckt: Den Stick an den Fernseher und Strom anschließen, mit der TV-Fernbedienung auf den passenden HDMI-Eingang wechseln und dann das Gerät über Smartphone, Tablet oder Laptop einrichten.

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Das WLAN-Passwort ist das Komplizierteste

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  • Leider hat der Autor sich nicht ganz mit der Materie vertraut gemacht
    "Obwohl die Videodaten von meinem Smartphone kommen, geht das Gerät nicht als „Second Screen“ verloren. So muss beispielsweise die Youtube-App nicht geöffnet bleiben. Während im Hintergrund die Videos per Wlan an den Fernseher übertragen werden, ...auch eine Schwäche: Die Doppelbelastung und das Versenden großer Datenmengen über das Netzwerk saugen den Smartphone- oder Tablet-Akku schnell leer."

    Das stimmt so nicht!
    Darin besteht ja gerade die Besonderheit. Der Chromecast holt sich die Inhalte von Youtube etc. direkt aus dem Netz, OHNE Umweg über das Tablet oder Smartphone. Man könnte es sogar ausschalten!
    Leider funktioniert das Spiegeln des Smartphones (noch) nicht. Ausnahme: gerootetes Nexus 5
    ARD und ZDF Mediatheken lassen sich mit der App "Mediathekcast" über Chrome wiedergeben.
    Alle ChromecastApps lassen sich übersichtlich mit der CastStore App anzeigen. Alle Apps im Playstore.
    Fazit für mich: Tolle, preiswerte Sache für Altfernsehbesitzer.

  • Ja, z. B. für ein 10 m langes HDMI-Kabel für mindestens 9 Euro, einschließlich viel Spaß beim ständigen Kabelgedöns.

    Dennoch warte ich auf noch komfortablere beziehungsweise auf weiterentwickelte Lösungen, das ist immer noch nicht das Optimale.

  • Wer braucht so etwas? HDMI-Kabel vom Laptop zum Fernseher und fertig. Funktioniert dann auch mit jedem Browser und allen Anwendungen. Dazu braucht man weder Apps, Updates oder sonstiges. Und die 35 EUR bekomme ich auch anders unter.

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