Leit-Artikel: Huawei Ascend P6
Dünn, heiß, billig

Huawei will den Smartphone-Markt aufmischen: Das Ascend P6 soll eine günstige Alternative zu iPhone, Galaxy und Co sein. Im Test überzeugt das derzeit dünnste Smartphone der Welt in vielen, aber nicht allen Disziplinen.
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Huawei ist als Smartphone-Hersteller in Deutschland bislang kaum in Erscheinung getreten – der chinesische Konzern ist wenn überhaupt als Netzwerkausrüster bekannt. Das sollen diverse Geräte zum Kampfpreis ändern, zum Beispiel das Ascend P6, beworben als „dünnstes Smartphone der Welt“. Kann es mit etablierten Konkurrenten wie dem iPhone oder dem Galaxy S4 mithalten?

Auf den ersten Blick auf jeden Fall: Das Huawei-Gerät ähnelt dem iPhone. Es ist zwar größer als das Apple-Gerät, nimmt aber beim Design deutliche Anleihen. Die Optik des P6 ist jedenfalls sehr ansprechend. Das Aluminium-Gehäuse zeigt klare Kante, wenige Rundungen und ist sauber verarbeitet. Gleichzeitig ist das P6 mit 120 Gramm Gewicht sehr leicht und mit 7 Millimetern Höhe sehr schlank – laut Werbung das dünnste Smartphone der Welt. Augenscheinlich hat Huawei ein hochwertiges Produkt gefertigt, das eine gewisse Eleganz ausstrahlt.

Der Bildschirm ist – wie mittlerweile bei den meisten Smartphones –4,7 Zoll groß. Für mich ist das überdimensioniert: Ich habe keine Pranke, mit der ich das P6 festhalten kann, während der Daumen über das Display huscht. Sobald es in entlegene Ecken des Displays geht, stößt meine Hand an ihre Grenzen, verliert den Halt und das P6-Gehäuse droht aus der Hand zu rutschen. Um etwas zu schreiben, muss ich beide Hände nutzen. Für eine schnelle SMS an der Fußgängerampel ist das unpraktisch.

Das Display kann sich durchaus sehen lassen. Die Auflösung ist höher als beim iPhone 5, das Auge erkennt keine einzelnen Pixel. Die Videos sehen scharf aus, Helligkeit und Kontrast sind tadellos und ausgewogen, die Farben kräftig. Auch bei Sonnenlicht kann ich noch etwas erkennen.

Die Rechenleistung des etwas älteren Vierkernprozessors ist im Vergleich zu den Spitzenmodellen der Konkurrenz mäßig, das fällt im Alltag allerdings selten auf. Etwas knapp bemessen ist auch der interne Speicher. Wer viel mit dem Gerät macht, füllt die nutzbaren fünf Gigabyte schnell. Immerhin kann ich eine SD-Karte nachrüsten und Apps auf diese verschieben. Auch auf den Mobilfunkturbo LTE hat Huawei verzichtet.

Als Betriebssystem ist die Android-Version 4.2 installiert. Darüber hat Huawei seine eigene Oberfläche gelegt, die „Emotion UI“ heißt. Aus 16 Designs kann ich auswählen. Auch sonst lässt sich das Äußere anpassen: Von der Farbgebung des Menüs über das Anlegen von Favoriten bis hin zu frei wählbaren Shortcuts. Was Android-Kennern auffällt: Den Ordner mit sämtlichen Apps gibt es nicht, stattdessen sind beispielsweise die Sozialen Netzwerke oder Google-Anwendungen jeweils in einem eigenen Fach abgelegt.

Kommentare zu " Leit-Artikel: Huawei Ascend P6: Dünn, heiß, billig"

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  • @HbReader
    Windows als beste Kaufentscheidung ?
    Unausgereifte Technik, keine Apps und ein horrender Preis.
    Da kann nur ein bezahlter Schreiber von einer "besten Kaufentscheidung" schreiben.
    Android ist kostenlos, inzwischen ausgereift und es gibt Millionen Apps für alles, was man ( nicht ) braucht.
    Wer kauft da Windows ?

  • Was mich als Handelsblatt-Leser interessiert ist, inwiefern sich mittlerweile WindowsPhone als Alternative zu iOS von Apple oder zu Android eignet. Habe gehört bei dem Microsoft-basierten Betriebssystem soll sich einiges getan haben, so dass es sich häufig als die beste Kaufentscheidung darstellen würde.

  • Da haben Sie Recht - interessanterweise rücken aber auch die Hersteller andere Funktionen in den Mittelpunkt.

    Die Sprachqualität des P6 ist ordentlich, der Gesprächspartner klingt klar, allerdings ist die Freisprechfunktion recht leise.

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