Leit-Artikel HX-WA30
Panasonics wasserdichter Camcorder

Wassertaugliche Videokameras halten den Kindergeburtstag am Badesee oder das Schwimmtraining fest. In unserem Test überstand der Camcorder HX-WA30 von Panasonic Nässe und Stürze – zumindest in Beckentiefe.
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DüsseldorfDer erste Tauchgang ist eine Überwindung. Einen Camcorder ins Wasser halten – das widerstrebt mir. Schließlich will ich die Elektronik nicht ruinieren. Doch dieses Gerät von Panasonic, der HX-WA 30, ist genau dafür gemacht. Er ist wasser- und staubdicht und soll auch Stürze verkraften. Deswegen habe ich ihn für einen Test an den Badesee und ins Hallenbad mitgenommen.

Kolorimetrie, BSI-MOS-Sensor, DLNA-kompatibel: Das mag für den einen der Inbegriff technischer Raffinesse sein. Ich persönlich kann jedoch die Attraktivität dieser sperrigen Begriffe aus dem Panasonic-Handbuch nicht nachvollziehen. Sie lösen eher Unbehagen als Begeisterung aus, weil sich dahinter mit Sicherheit ganze Kapitel in diversen Fachbüchern verbergen. Wer's mag! Aber für mich ist das nichts.

Was mir bei Panasonics Unterwassercamcorder HX-WA30 schon eher zusagt, sind die eingängigen Schlagwörter, die der Hersteller auf die Verpackung gedruckt hat: wasserdicht, frostsicher, stoßfest und staubgeschützt. Das klingt herrlich, denn unterm Strich bedeutet das für mich, dass ich den Camcorder gut und gerne grob behandeln darf und ihn nicht mit Fingerspitzen anfassen muss. Nicht ganz unwichtig, wenn man als Hobby-Filmer für die Anschaffung etwas über 300 Euro investieren muss – so viel Geld kostet das Gerät derzeit im Online-Handel.

Da ich seit meiner Geburt an einer ausgeprägten Bedienungsanleitungsallergie leide, lasse ich die vielen kleinen Handzettelchen, die mir aus der Verpackung entgegenfallen, einfach mal links liegen und versuche, mein Filmer-Glück ganz intuitiv zu finden. Und siehe da: Während der vierwöchigen Testphase muss ich nur ein einziges Mal blättern und nachlesen, weil es auf Anhieb nicht klappen will, den Camcorder mit meinem Fernseher zu verbinden. Aber dazu später mehr, denn zunächst geht die Reise an den nächstgelegenen Badesee.

Zugegeben: Mir wird ganz mulmig zumute, als ich mit Schwimmbrille und Camcorder in das trübe Seewasser abtauche. Zum Glück hat Panasonic für Sicherheitsfanatiker wie mich eine kleine Handschlaufe an dem Gerät befestigt. Das nimmt mir die Angst davor, dass mir das kleine Gerät aus der Hand gleitet und durch den unschönen Algenteppich hindurch in die Untiefen des Sees – immerhin 18 Meter – absinkt.

Und Action: Ich bin begeistert. Mit nur einer Hand kann ich den Camcorder über einen Mini-Joystick bedienen, kann filmend neben einer Schwimmerin tauchen, Nahaufnahmen von braunen Wasserpflanzen machen und mich fühlen wie Jacques-Yves Cousteau höchstpersönlich. Der legendäre Meereskundler – so beschreibt ihn die „Süddeutsche Zeitung“ – verwandelte den Fernseher in ein Bullauge, durch das die Menschheit zum ersten Mal in die Welt unterhalb des Meeresspiegels schauen konnte.

So gelingen auch mir, bislang völlig unerfahren mit Videokameras und Camcordern, in Schnorcheltiefe scharfe und klare Aufnahmen von der geheimnisvollen Welt in unserem Badesee. Davon bin ich so beeindruckt, dass mich die dutzend Video-Effekte von Miniatureffekt bis zum Zeitraffer zunächst kalt lassen. Die erste Wassertaufe hat der HX-WA30 also bestanden. Leider nicht ganz ohne Punktabzug, denn beim Auftauchen bleiben einige kleine Wassertröpfchen vorne auf der Linse hängen, die im Videoclip als unscharfe Punkte die Optik stören.

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Schwimmstil-Analyse und Strandurlaub

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