Leit-Artikel Ideacenter Horizon
Das Riesen-Tablet für Stubenhocker

Ein Tablet-Computer so groß wie ein Fernseher und so schwer wie 13 iPads: Lenovo hat mit dem Ideacentre Horizon einen flachen Riesen gebaut, der nicht in die Tasche passt – aber im Wohnzimmer viel Spaß macht. Ein Test.
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DüsseldorfIst das ein PC? Oder ein Tablet-Computer? Mit dem Ideacentre Horizon hat Lenovo einen Hybriden entwickelt, wie sie derzeit in Mode sind: Steht das Gerät aufrecht, dient es als klassischer Windows-Rechner (wenn auch mit Touchscreen), liegt er flach auf dem Tisch oder Boden, gibt er den großen Bruder von iPad und Galaxy Tab. Das ist wörtlich zu verstehen: Mit seinen 27 Zoll – 69 Zentimeter – hat er das Format eines stattlichen Fernsehers. In unserem Test zeigt sich das Riesen-Tablet als guter, aber wenig beweglicher Unterhalter.

PC und Fernsehersatz

Was das Ideacentre Horizon ist, hängt vom Neigungswinkel ab. Steht der Monitor aufrecht, handelt es sich um einen vollwertigen Computer mit Windows 8. Damit man richtig arbeiten kann, liefert Lenovo gleich Funktastatur und -Maus mit, so dass man nicht auf den Touchscreen angewiesen ist. Nutzer können außerdem klassische Windows-Software installieren: aus dem Netz, vom USB-Stick oder von einer DVD, wenn sie vorher per USB ein Laufwerk anschließen.

Dieser wuchtige All-in-One-PC erledigt alle Alltagsaufgaben ohne Murren und Surren. Ein leistungsfähiger Intel-Prozessor (entweder Core i7 oder Core i5) treibt das Gerät an, Speicher und Festplatte sind großzügig bemessen, und auch die Stereolautsprecher und die Mittelklasse-Grafikkarte leisten ordentliche Arbeit. Für einen PC ungewöhnlich ist allerdings die Größe des Bildschirms: Er misst 27 Zoll, also knapp 69 Zentimeter, und reicht bis zur Tischplatte – ganz schön viel Fläche. Als Ersatz für den Heim-PC eignet sich das Gerät locker, wenn auch nicht als Maschine für Hardcore-Spieler.

Ein Bonus: Das Gerät taugt als Fernseher. Denn an der HDMI-Schnittstelle lassen sich Satellitenempfänger, Blu-ray-Player oder Festplattenrekorder anschließen. Nicht empfehlenswert ist die vorinstallierte App LiveTV. Diese streamt Sender aus dem Netz, bietet aber nur eine kleine Auswahl, zudem ist ein beträchtlicher Teil der Sender kostenpflichtig.

Die Kacheln weichen einer runden Wählscheibe

Um das Gerät zum Tisch-Tablet zu verwandeln, muss man es flachlegen. Das geht ganz leicht: Drückt man den Bildschirm nach unten, gibt die Stütze nach. In der Horizontalen schaltet das Gerät automatisch in eine Oberfläche namens Aura um, die Lenovo eigens für das Ideacentre Horizon entwickelt hat. Statt der Windows-Kacheln ist in der Mitte des Bildschirms eine Wählscheibe mit den verschiedenen Optionen zu sehen: Fotos, Videos und Musik gibt es, außerdem eigene Kategorien für Lernen, Spielen und Apps.

Diese Oberfläche versteht Multitouch, sie verarbeitet also die Eingaben mehrerer Nutzer. Ein Beispiel: Nach dem Urlaub können bis zu fünf Familienmitglieder gemeinsam Fotos sortieren, wenn sie an den Seiten des Gerätes Platz finden. Jeder kann also einen Stapel Fotos durchblättern, einzelne Bilder vergrößern, verkleinern, rotieren und auf der Arbeitsfläche ablegen. Das erinnert an den Computertisch Surface, den Microsoft vor einigen Jahren an Hotels und Restaurants vermarkten wollte.

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