Leit-Artikel LG G2
Außen Plastik, innen Power

LG hat sein neues Smartphone G2 mit einem der schnellsten Prozessoren ausgestattet. Auch wenn das Gerät auf den ersten Blick unscheinbar aussieht - unser Test zeigt, dass sich der Hersteller kluge Gedanken gemacht hat.
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Smartphone-Nutzer fotografieren am liebsten sich selbst – unzählige, häufig verschwommene Porträts auf Speicherkarten und in Facebook-Profilen beweisen das. Oft es ist jedoch umständlich, sich mit der Telefon-Kamera abzulichten. Das will LG ändern: Bei seinem neuen Spitzenmodell G2 hat der südkoreanische Hersteller einige Bedienelemente samt Auslöser an der Rückseite des Gehäuses angebracht. So sieht man sich selbst auf den Display und kann knipsen, ohne zu wackeln.

Der Knopf für Selbstporträts ist nur ein Beispiel dafür, wie LG sich mit seinem neuen Spitzenmodell von den vielen Android-Smartphones abheben will: Mit Bedienhilfen und einigen Zusatz-Apps, aber auch potenter Hardware. Im Test machte das G2, das Ende September auf den Markt kommt, richtig Spaß.

Dabei hinterlässt das Gerät einen unscheinbaren ersten Eindruck. Denn wie Samsung verpackt LG sein Spitzenmodell in einer Schale aus Plastik. Andere Geräte wirken hochwertiger. Immerhin liegt das G2 trotz seines 5,2 Zoll großen Bildschirms sicher in der Hand, weil LG ihn mit schmalen, hübsch abgerundeten Rändern einfasst.

Schaltet man das Gerät ein, ist der Plastikeindruck jedoch vergessen. Denn LG stattet das G2 mit dem derzeit schnellsten Smartphone-Prozessor aus, dem Snapdragon 800 von US-Hersteller Qualcomm. Im Zusammenspiel mit dem zwei Gigabyte großen Arbeitsspeicher macht er richtig Tempo. Die Anwendungen laufen ohne Ruckeln, die Grafik kommt ausgezeichnet rüber – gerade für Spieler ein Pluspunkt. Dazu trägt auch das Display mit seiner Full-HD-Auflösung bei: Die Bilder sind kontrastreich und satt, auch bei Sonnenschein sind sie noch gut zu erkennen.

Beim Surfen macht der Mobilfunk-Turbo LTE Tempo, sofern man einen entsprechenden (nicht gerade billigen) Vertrag und Empfang hat. Das LG-Gerät beherrscht alle für die Technologie verwendeten Frequenzen, so dass Nutzer nicht erst recherchieren müssen, ob das Gerät bei ihrem Mobilfunkanbieter die Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Mit ordentlichen technischen Werten wartet die Kamera auf: 13 Megapixel Auflösung, LED-Blitz, Bildstabilisator. Letzterer soll auch bei wenig Licht gute Bilder ermöglichen – eine Funktion, die man noch nicht häufig in Smartphones sieht. Mit Foto-Spezialisten wie dem Lumia 1020 von Nokia kann die LG-Knipse zwar nicht mithalten, ordentliche Resultate liefert sie aber allemal. Für Selbstporträts und Schnappschüsse bei Helligkeit reicht sie locker aus, selbst in der Dämmerung werden die Bilder oft ganz passabel.

Zudem motzt LG die Kamera mit einigen Bearbeitungsprogrammen auf. So können Nutzer mit der zweiten Kamera sich selbst in ein Bild setzen und Gegenstände oder Personen nachträglich aus dem Bild entfernen. Das können andere Geräte auch, praktisch ist es trotzdem.

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Außen Plastik, innen Power

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Schnellstarter für die Kamera

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