Leit-Artikel Moto G
Google-Smartphone zum Kampfpreis

200 Euro für ein Smartphone – viel billiger geht es kaum. Mit dem Moto G zielt Motorola vor allem auf preisbewusste Nutzer. Der Test zeigt: Käufer bekommen für ihr Geld eine Menge geboten.
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Ich will es nicht beschönigen: Das ausschlaggebende Argument für den Kauf des Moto G waren nicht Prozessorleistung, Betriebssystem oder technische Rahmendaten. Nein, nach dem Verlust von zwei Handys in einer Woche war unweigerlich klar, dass der Preis das entscheidende Argument sein würde.

Mit 199 Euro ist dieser für die 16-Gigabyte-Version des Handys mehr als fair bemessen. Die 8-GB-Version gibt es bereits ab 169 Euro. Doch wieviel kann ein Smartphone in dieser Preisklasse leisten? Wenn man nach Motorola geht: Alles. Großspurig verkündete man, dass man Samsung und Apple angreifen wolle, deren Flaggschiffe bekanntlich das Drei- bis Vierfache kosten.

Für 200 Euro erhält man vergleichsweise schwere 155 Gramm Android, verpackt in einem schlichten, leicht geschwungenen Kunststoffgehäuse, das sich durch die leicht gummierte Rückseite durchaus wertig anfühlt. Die Ausstattung ist ordentlich: Einen Vierkernprozessor findet man in dieser Preisklasse selten. Er leistet ordentliche Arbeit und sorgt dafür, dass es nirgendwo hakt. Auch am 4,5 Zoll großen Display gibt es wenig zu meckern: Kontrast und Schärfe sind beachtlich, auch wenn es nicht ganz so blickwinkelstabil ist, wie man es von den Top-Geräten kennt.

2012 übernahm Google die Mobilfunksparte von Motorola. Diese Verbindung ist dem Gerät klar anzumerken (auch wenn Google inzwischen angekündigt hat, die Firma an Lenovo weiterzuverkaufen): Bereits vorinstalliert in einem eigenen Google-Ordner auf dem Homescreen sind unter anderem Gmail, Google Maps, der Play Store, Google Play Music, YouTube, Hangouts, Google Drive. Alles Google-Anwendungen, die auf dem Gerät einwandfrei laufen.

Auch die Benutzeroberfläche erinnert an das Original-Android, Motorola hat sie praktisch nicht verändert. Ein weiterer Pluspunkt der Verbindung: Das Update auf Android 4.4.2 ist als Download verfügbar – das haben bislang nur wenige Smartphones.

Wenig verwunderlich, ist die Synchronisation des Geräts mit meinem Google-Konto eine Sache von Sekunden. Sämtliche Apps und Kontaktdaten finden ihren Weg auf das Moto G. Alternativ hätte ich meine Daten über die „Motorola Migrate“-Anwendung synchronisieren können. Übrigens eine der wenigen Apps, in der Motorolas Handschrift zu erkennen ist.

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