Leit-Artikel Smartpen 3
Handgeschrieben digital

Der elektronische Kugelschreiber Smartpen 3 von Livescribe bringt analoge und digitale Welt zusammen: Mit dem Stift und einer App können Nutzer Notizen machen, die auf dem iPad erscheinen – wenn die Hand nicht erlahmt.
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In Universitäten sieht man sie, in Chefetagen oder Konferenzräumen. Frustrierte Smartphone- oder Tablet-Besitzer, die verzweifelt versuchen, ein paar Notizen zu machen. Nichts nervt mehr, als ungelenk per Bildschirmtastatur einen längeren Vortrag, ein Meeting oder eine Konferenz zu dokumentieren.

Die einen behelfen sich mit einer zusätzlichen Tastatur, ganz Verzweifelte nehmen die Veranstaltung mit dem Mikrofon auf und arbeiten sie später nach. Oder die Notizen werden schlicht wie zu Großvaters Zeiten mit Stift auf totem Holz festgehalten. Was fehlt, ist das Beste aus beiden Welten.

Hier kommt Livescribe 3 ins Spiel. Das ist nicht mehr Großvaters Füllfederhalter, sondern ein integriertes System zur Erstellung, Verwaltung und zum digitalen Teilen von geschriebenen Text- und Audio-Notizen.

Stift mit Kamera und App

Im Prinzip funktioniert Livescribe 3 bestechend einfach. Kernelement ist ein Stift mit eingebauter Kamera. Er hält die Notizen auf einem fein gerasterten Spezialpapier fest. Dabei erinnert sich der Stift dank Rasterung immer genau, wo er was geschrieben hat. Warum das wichtig ist, sehen wir später.

Vom fertigen Papierdokument wird eine digitale Kopie erzeugt, die per E-Mail verschickt, in Diensten wie Evernote gespeichert oder auf dem PC archiviert werden kann. Damit hat Livescribe schon mehr als eine Millionen Geräte der Vorgänger Pulse oder Echo verkauft.

Neu ist nun die App für Smartphones und Tablets. Nach Kopplung des Stifts per Bluetooth mit einem iPad oder iPhone erscheinen die handschriftlichen Notizen nicht nur direkt auf Papier, sondern auch auf dem Bildschirm zur Weiterverarbeitung. Die App erkennt etwa ein geschriebenes Datum. Mit einem Tipp entsteht daraus ein Eintrag für Outlook, Apples iCal-Kalender oder Google-Kalender.

Lange Texte werden in Absätze aufgeteilt. Die lassen sich einzeln oder als Ganzes per E-Mail oder Social Media versenden. Textstücke lassen sich mit Tags oder Fähnchen zur Nachverfolgung versehen und Kategorien zuordnen oder zu Ereignissen machen, die dann in der Erinnerungsfunktion des iPads auftauchen. Das funktioniert sofort bei der Texteingabe, dafür gibt es aufgedruckte Steuerelemente auf jeder Seite, oder nachträglich in der App.

Dank Handschriftenerkennung verwandeln sich Aufzeichnungen in digitale Texte für eine Textverarbeitung, die sich editieren lassen. Jede schnell auf Papier mitgezeichnete Grafik oder Statistik erscheint genau da, wo sie im Zeitablauf erwähnt wurde.

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Handgeschrieben digital

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Noch immer etwas klobig

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  • VibeWrite ist übrigens ein deutsches Jungunternehmen mit Sitz in München. Der Webshop ist kürzlich online gegangen – eine Vorserie und eine Beta-Serie wird angeboten.
    Und: VibeWrite macht gerade ein Crowd-Investing: www.seedmatch.de/vibewrite – bisher 210.000 Euro geholt ...

  • VibeWrite ist übrigens ein deutsches Jungunternehmen mit Sitz in München. Das Startup macht zudem grad ein Crowd-Investing: www.seedmatch.de/vibewrite

  • wenn hier schon so viel Werbung gemacht wird, dann sollten auch probate Alternativen wie VibeWrite genannt werden

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