Leit-Artikel Surface Pro 2
Beim zweiten Versuch klappt’s richtig

Nur neun Monate nach der ersten Version bringt Microsoft die nächste Generation des Laptop-Tablet-Zwitters Surface Pro. Einige Kinderkrankheiten sind ausgemerzt, andere Unzulänglichkeiten bleiben aber.
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DüsseldorfEin bisschen gemein ist es ja: Am Tag des Verkaufsstarts der neuen Tablet-Generation von Microsoft stellte Apple am Dienstagabend in Kalifornien seine neuen iPads vor. Das Duell um das Weihnachtsgeschäft auf dem Tablet-Markt ist damit eröffnet – und Microsoft könnte mit seinen überarbeiteten Surface-Geräten durchaus Marktanteile gewinnen.

Denn gegenüber der vor neun Monaten eingeführten ersten Baureihe haben die neuen Surface-Geräte zwei entscheidende Überarbeitungen erfahren: Die Akku-Laufzeit wurde verlängert und die Nutzerfreundlichkeit wurde in einem entscheidenden Punkt verbessert.

In diesem Test haben wir das Top-Modell Surface Pro 2 unter die Lupe genommen. Anders als das Schwestermodell Surface 2, läuft auf der Pro-Version Windows 8.1 in der Komplettversion. Das hat den Vorteil, dass nicht nur Apps aus dem Microsoft Store installiert werden können, sondern sämtliche Programme wie auf jedem Windows-PC auch. Das macht das Gerät vor allem für Firmenkunden interessant, die Mitarbeiter damit ausstatten können, ohne über extra iPad-Apps nachdenken zu müssen.

Allerdings zeigt sich im Test bei einigen externen Programm direkt ein Problem. So läuft der Google-Internetbrowser Chrome zwar problemlos. Doch die Eingabe per Touch ist nicht optimiert, Klicks auf das 10,6 Zoll messende Display klappen mit dem Finger nicht. Allerdings ist beim Surface Pro 2 ein Eingabestift mitgeliefert, mit dem sich alle getesteten Anwendungen zielgenau ansteuern lassen. Der Stift kann auch in Programmen wie Word zu handschriftlichen Notizen genutzt werden – ein gutes Feature.

Der Stift wird per Magnetclip an der Seite des tadellosen Gehäuses befestigt. Am äußeren Erscheinungsbild hat sich im Prinzip nichts geändert, auch das Gewicht ist über 900 Gramm weiterhin sehr viel für ein Tablet. Aber eine kleine Änderung hat einen großen Effekt: Der integrierte, sehr solide Klappständer hat zwei Einraststufen. Das ist entscheidend, da sich das Tablet jetzt sehr gut auf dem Schoß nutzen lässt. Denn der Computer ist einfach zu schwer, um ihn lange in der Hand zu halten – vor allem im Längsformat. Dafür ist aber auch mehr Rechenpower an Bord, was Anwendungen wie Word sehr schnell laufen lässt.

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  • Der angesprochene Retro Stift ist ein Digitizer wie er auch von Grafikern verwendet wird und ist Drucksensitiv. Damit macht es deutlich mehr spass handschrfitliche Notizen in OneNote zu machen und dann suchbar/indizierbar zu machen. Auch Photoshop freut der Stift :) Aber hier wird scheinbar lieber gebasht als objektiv bewertet.

  • Das mit der Tastatur ist wie im Text leider nicht beschrieben aber nur im Desktop Modus der Fall. Den nutzt man in der Regel mit angedockter Tastatur. Im "AppModus" habe ich das noch nicht erlebt und da könnte man auch nicht unten in die Ecke klicken um die Tastatur zu öffnen. Ich nutze das Surface Pro seit Februar als mein Hauptgerät und würde es nur für das Pro2 wieder her geben. Die angesprochene Leistungsbeurteilung kann ich in keinster Weise bestätigen. Ich nutze auf dem Surface Pro sogar Photoshop in ausreichender Geschwindigkeit.

  • Mir geht die Apple-Lobhudelei und das MS-Bashing derartig auf die Nerven. Wenn sich MS das erlauben würde, was bei apfel Standard ist, hätte man die Firmenzentrale wahrscheinlich schon angezündet. Man beachte zuletzt die Zwangsbeglückung mit dem neuen iOS, wonach die Icons auf dem iPhone aussehen, wie bei einem VC20. Der Kalender ist völlig unbrauchbar, die Standard-Apps (Notizen etc.) allesamt verschlechtert. Geschwindigkeit hat der Unsinn auch nicht gebracht, eher im Gegenteil. Von anderen apple-Eigenarten gar nicht zu reden.

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