Leit-Artikel: Surfbrett für die Handtasche

Leit-Artikel
Surfbrett für die Handtasche

Ob Smartphone oder Tablet-Computer, digitaler Schrittzähler oder intelligente Lampe: Handelsblatt Online testet in der neuen Rubrik „Leit-Artikel“ alles, was Strom leitet. Heute: das Riesen-Handy Samsung Galaxy Note II.
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DüsseldorfWohin damit? Diese Frage stellen sich Besitzer des Galaxy Note II öfter. Denn das Smartphone ist nicht groß, es ist riesig. Der Bildschirm misst in der Diagonale 5,5 Zoll, rund 14 Zentimeter – deutlich mehr als die meisten Handys und kaum weniger als so mancher Tablet-Computer. Wer eine eng geschnittene Jeans trägt, bringt das Gerät darin nur mit Mühe unter. Und eine Handtasche hat Mann selten dabei.

Der große Bildschirm hat viele Vorteile – und einen Nachteil. Positiv: Auf dem schicken OLED-Display im Kino-Querformat (16:9) kommen Bilder und Videos bestens zur Geltung, dank des leistungsfähigen Vierkern-Prozessors ruckeln weder Websites noch Filme in HD-Qualität. Auch Spiele machen damit richtig Spaß. Und wer beide Hände frei hat, kann äußerst bequem über die Samsung-Oberfläche navigieren oder auf der eingeblendeten Tastatur tippen. Wer das Blackberry zu fummelig findet, wird das Galaxy Note II vermutlich mögen.

Allerdings ist das Galaxy Note II mit einer Hand praktisch nicht zu bedienen. Wenn man es festhält, reicht der Daumen nie und nimmer bis in die Ecken des XXL-Displays. Wenn man doch tippt, droht das rund 500 Euro teure Gerät auf den Boden zu fallen. Bei ruckeligen Straßenbahnfahrten im Stehen ist es fast unmöglich, nebenbei im Internet zu surfen.

Blicke zieht nicht nur das Format auf sich, sondern auch ein Accessoire: Samsung belebt ein altes Konzept wieder und stattet das Galaxy Note II mit einem Stift aus. Der ersetzt die Steuerung mit den Fingern nicht, sondern soll sie um einige clevere Funktionen erweitern.

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Surfbrett für die Handtasche

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Ein Handy für Handbuchleser

Kommentare zu " Leit-Artikel: Surfbrett für die Handtasche"

Alle Kommentare
  • Wow, teurer als ein echter Tower-PC mit Quadcore AMD und HD-Screen...

  • Excellentes Handy, besonders zum Kurse & Chars unterwegs checken, sowie (HB) lesen.

  • ... bei einer ruckeligen Straßenbahnfahrt kann man also nicht so nebenbei im Internet surfen. So so, wie schlimm. Da sind wir eine recht traurige Gesellschaft, wenn wir uns an solchen Kriterien eine Entscheidung herbei führen. In der Straßenbahn kann man mit Leuten reden, aus dem Fenster schauen, ein echtes Buch lesen ... aber klar, eigentlich surft der Straßenbahnmitfahrer im Internet. Wie konnnte ich das vergessen. Werden wir auch noch mal wach?

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