Leit-Artikel Txtr Beagle
Der will doch nur lesen!

Handlich, hübsch und unkompliziert – der Txtr Beagle macht seinem tierischen Namensgeber alle Ehre. Zum treuesten Freund des Lesers taugt der E-Reader aber trotzdem nur bedingt, wie unser Test belegt.
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Wer mir eine Ware mit den Worten „read only“ anpreist, kann sich meiner ungeteilten Aufmerksamkeit sicher sein. Lesen gehört zu den Beschäftigungen, denen ich mich selten erlahmender Ausdauer widmen kann. Entsprechend wohlwollend ist meine Stimmung, als ich den Txtr Beagle erstmals aus der Verpackung hole.

Der erste Eindruck: schick und leicht. Kaum 130 Gramm wiegt der Beagle mit seinem fünf Zoll großen Display. Das sehr flache Gehäuse läuft am unteren Ende in einer Wulst aus, die den Reader angenehm griffig macht. Nebenbei dient sie auch der Aufnahme von zwei AAA-Batterien, die laut Hersteller genügend Saft für die Lektüre von bis zu 15 Büchern liefern sollen. Da Txtr offenbar glaubt, dass dies dem Jahreskonsum eines durchschnittlichen Lesers entspricht, wird die Betriebszeit für eine Ladung Batterien mit bis zu einem Jahr angegeben. Na ja.

Ein wenig widerspenstig gibt sich der hintere Abdeckung des Readers, als ich die Batterien einlegen will. So viel Kraft, wie ich fürs Öffnen und Schließen des Deckels aufwenden muss, bekommt Plastik normalerweise nicht gut – da würde ich beim Dauergebrauch um die Unversehrtheit meines Readers fürchten. Immerhin, da ein erstes Aufladen entfällt und bereits einige Bücher aufgespielt sind, kann ich gleich mit der Lektüre beginnen – und so schnell realisieren, dass Txtr das „read only“ sehr wörtlich gemeint hat.

Tatsächlich kann ich außer Umblättern eigentlich nichts machen. Zwei Tasten auf der Gerätevorderseite ermöglichen das Vor- und Zurückblättern, dazu gibt es noch einen Menüknopf, um ein anderes Buch aufzurufen – das war’s dann schon. Weder kann ich gezielt einzelne Seiten oder Kapitel aufrufen, noch Notizen erstellen, Lesezeichen setzen oder wenigstens die Schriftgröße verändern. Da bin ich von anderen Readern mehr gewöhnt.

Zur Ehrenrettung des Beagle muss allerdings gesagt werden, dass er von der Grundidee eigentlich gar kein ausgewachsener E-Book-Reader sein will. Ursprünglich sollte er in Kooperation mit Netzbetreibern als reines Smartphone-Begleitgerät auf den Markt kommen. Doch die Kooperationspartner blieben aus, und so entschloss man sich zum Alleingang.

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