Lichtschwertkampf auf der IFA Mein Wohnzimmer-Duell mit Darth Vader

Ein Computerspiel holt Darth Vader und die Jedi ins eigene Wohnzimmer. Spieler sehen die Figuren durch eine Datenbrille – und schwingen, nun ja, eine Art Laserschwert. Wir haben mitgeschwungen.
Update: 01.09.2017 - 14:41 Uhr Kommentieren
Der Autor im virtuellen Lichtschwert-Kampf. (Foto: ck/tt)
Nimm das, Darth Vader!

Der Autor im virtuellen Lichtschwert-Kampf. (Foto: ck/tt)

Kylo Ren geht in die Offensive. Als er mit seinem Laserschwert auf mich eindrischt, weiche ich einen Schritt zurück. Gut, dass niemand hinter mir steht. Erst blockiere ich seinen Hieb, dann kontere ich. Der Ritter der Ersten Ordnung lässt einen Moment von mir ab. Wer sagt, dass Tennistraining nicht für Laserschwertduelle hilfreich ist?

Das Spiel „Star Wars: Jedi Challenges“ holt Figuren aus der berühmten Filmreihe ins Wohnzimmer. Und zwar nicht auf den Fernseher: Der Spieler trägt eine Datenbrille, die die Szene in das Sichtfeld einblendet.

Und er hat ein Steuerungsgerät in der Hand, das den Waffen der Jedi nachempfunden ist und an der Spitze blau leuchtet – durch die Brille ist der Lichtschweif zu sehen. Der virtuelle Kampf mit dem Bösewicht wird also mit realen Bewegungen geführt. Möge die Macht mit der Dekoration sein!

Das sind die Gadget-Highlights der IFA
Elektronikmesse IFA
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TV-Geräte waren stets ein Schwerpunkt der IFA (1.-6. September). Doch die Messe unter dem Berliner Funkturm hat sich längst breiter aufgestellt und ist zu einem Schaufenster vielfältiger Innovationen der IT- und Unterhaltungselektronik-Branche geworden. Ein Überblick über einige der aktuellen Neuheiten.

Fitbit Ionic
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Fitbit stellt in Berlin seine Sport- und Smartwatch Ionic vor. Neben GPS und einem neuen System zur Pulsmessung am Handgelenk soll es auch Unterstützung für Apps geben – und einen Akku, der bis zu vier Tage durchhalten soll. Die Ionic ist ab Oktober 2017 erhältlich und soll ab 350 Euro kosten. (Foto: pr)

Samsung Gear Sport
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Samsung stellt bei seinen neuen Smartwatch-Modellen das Thema Fitness in den Vordergrund. Auf der IFA zeigt das Unternehmen mit der Gear Sport, die Ende Oktober für 349 Euro in die Läden kommt... (Foto: Samsung)

Samsung GearFit2 Pro
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...und dem schlankeren Tracker GearFit2 Pro zwei Geräte, die individuelle Fitness-Programme anbieten. Die beiden Wearables sind bis zu einer Tiefe von 50 Meter wasserdicht. Mit Hilfe einer App lassen sich so auch detailliert die eigenen Schwimmerfolge messen. Die GearFit2 Pro kommt Mitte September für 229 Euro auf den Markt. (Foto: Samsung)

Samsung Gear IconX
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Zudem kündigte Samsung ein neues Modell seiner Bluetooth-Ohrhörer Gear IconX an, das sich auf Fingerdruck sowie über Sprache steuern lässt und eine längere Akku-Laufzeit bieten soll. Verkaufsstart ist Ende Oktober, der Preis liegt bei 229 Euro.

Fairphone 2 setzt auf Upgrades
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Das niederländische Unternehmen Fairphone, das bei seinen Smartphones auf Nachhaltigkeit setzt, hat erstmals Modul-Upgrades eingeführt. So ist es den Besitzern des Fairphones 2 möglich, die Kamera mit den moderneren Modulen einfach nachzurüsten, ohne gleich ein neues Gerät kaufen zu müssen. Die neuen Module für die Rück- und Frontkamera sind mit einem größeren Bildsensor und mehr Megapixeln ausgestattet. Das Update der Frontkamera ist außerdem mit einer schnelleren Linse versehen worden.

Hausroboter Robelf
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Die Firma Robotelf zeigt in Berlin einen smarten Roboter, der Kindern und Senioren den Zugang zur Technikwelt erleichtern soll. Das Gerät mit dem Namen Robelf erkennt Personen, die zu einem Haushalt gehören und kann sich durch alle Räume frei bewegen. Genauso erkennt er auch Eindringlinge und benachrichtigt den Besitzer. Wenn die Wohnung leer steht, kann Robelf zur Überwachung von außerhalb ferngesteuert werden. Außerdem dient der Roboter Kindern als Lehrer und assistiert mit Kochrezepten in der Küche.

Das Filmstudio Disney, Eigentümer der „Star Wars“-Marke, hat das Spiel gemeinsam mit dem Hardwarehersteller Lenovo entwickelt. Donnerstagabend feiert es auf der Elektronikmesse IFA in Berlin Premiere, Besucher konnten einzelne Szenen testen. Das Konzept zeigt die Möglichkeiten, die Augmented Reality bietet – so nennen Experten die Technologie, die zum Einsatz kommt. Für Lenovo ist es mehr als eine Spielerei: Der Konzern will sich in einem Zukunftsmarkt positionieren.

Für 300 Euro wird man zum Jedi

Wer in die Rolle eines Jedi-Ritters schlüpfen will, muss 300 Euro investieren. So viel kostet das Paket, das Lenovo vermarktet. Es enthält eine Augmented-Reality-Brille, das Lichtschwert sowie einen Peilsender zur Positionserkennung. Notwendig ist außerdem ein Smartphone, das in das Gestell vor den Augen geschoben wird – die Bilder von dessen Bildschirm werden über einen Spiegel ins Sichtfeld eingeblendet. So sieht man beides, die reale Umgebung und die virtuellen Figuren.

Der avisierte Preis sei in vielen Haushalten im Budget für Weihnachtsgeschenke realistisch, sagte Stefan Engel, Chef von Lenovo Zentraleuropa, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Der Zeitpunkt ist fürs Unternehmen günstig, nicht nur wegen der Feiertage: Im Dezember bringt Disney den neuen „Star Wars“-Film „Der letzte Jedi“ weltweit in die Kinos, vermutlich begleitet von einer riesigen Werbekampagne. Vom zu erwartenden Hype wird das Spiel profitieren.

Es dürfte nicht bei diesem Titel bleiben: Lenovo und Disney hätten eine langfristige Partnerschaft geschlossen, sagte Engel. „Es wird hier noch mehr geben“, ließ der Manager durchblicken, auch wenn er keine Details nennen wollte. Partner Disney produziert etliche Filmserien, die sich für so ein Spielkonzept eignen, etwa mit den Marvel-Superhelden Spiderman und Captain America.

Die Macht im Wohnzimmer
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