Luxusuhr unter den Handys – das Nokia 8800
Edler Schieber

Teure Handys gibt es wie Sand am Meer. Aber Mobiltelefone der wirklichen Luxusklasse sind selten. Nokia hat sich viel Zeit gelassen für einen Nachfolger des legendären 8910i mit seinem versenkbaren Schirm und dem edlen schwarzen Titangehäuse. Herausgekommen ist das 8800.

HB DÜSSELDORF. Die Gestaltungskür hat Nokia bravourös gemeistert. Bei der Anwendungspflicht haben die Finnen allerdings dann doch etwas gepatzt.

Schwer und angenehm liegt das zierliche Edelstahl-Telefon in der Hand. Es strahlt die Art von dezenter Wertigkeit aus, mit der wir uns gern in der Öffentlichkeit zeigen. Nicht zu protzig, aber von unverkennbarer Qualität. Eine Schönheit auf den zweiten Blick.

Der Schirm ist brillant und gut ablesbar, geschützt durch gehärtetes Mineralglas wie bei Luxusuhren. Die Kamera auf der Rückseite machte im Test brauchbare Aufnahmen und liegt technisch im Mittelfeld. Multimedia und Partyspaß sind nicht das Spielfeld des 8800, eher der Opernabend.

Als Manko muss die Tastatur gewertet werden. Die Qualität ist kaum zu beanstanden und der Druckpunkt ist sauber. Aber die untere Tastenreihe liegt für mitteleuropäische Durchschnittsfinger zu nah an der Gehäusekante.

Die Navigationswippe mit Winzknopf in der Mitte muss mit Bedacht anvisiert werden. Navigieren im Menü oder das Schreiben von SMS werden so zur Geduldsprobe werden.

Verbindung zum PC nimmt das 8800 nur per Bluetooth auf. Infrarot und Datenkabel sind dem Design zum Opfer gefallen. Bluetooth ist auf Laptops mittlerweile Standard. Für die meisten PCs wird jedoch der Kauf eines Adapters fällig, um das Telefon mit Outlook zu synchronisieren. Oder man wählt den teuren Weg über eine Onlineverbindung. Dann fällt zusätzlich auf, dass das 8800 kein UMTS beherrscht, also nur die langsameren GPRS- oder HSCSD-Verbindungen nutzt.

Schade: Die Multimedia-Anwendungen wie MP3- oder Video-Spieler sind an Bord, aber für eine externe Speicherkarte war kein Platz mehr. Der 50 MB große interne Speicher muss also für alles reichen.

Im Test war die Sprachqualität gut, auch die Angerufenen berichteten einhellig über tadellosen Empfang auf der Gegenseite. Die angegebene Sprechzeit mit rund drei Stunden ist eher Mittelmaß. Ein Tribut an den platzsparenden Akku.

Seite 1:

Edler Schieber

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%