Mac OX-X 10.5
Den Leopard laufen lassen

Apple hat mit einiger Verspätung nun sein neues Betriebsystem Mac OS X 10.5 „Leopard“ an den Start gebracht. Beim Update eines Mac-Computers können drei verschiedene Wege beschritten werden. Dabei schnurrt „Leopard“ auch mit Windows, denn das Boot Camp ist stets schon an Bord.

HB FRANKFURT. Die Standardinstallation von Leopard aktualisiert ein früheres System, wobei alle Programme und persönlichen Daten erhalten bleiben. Der Zeitaufwand beträgt etwa eine Stunde. Alternativ kann man „Archivieren und Installieren“ - hier werden die Daten des bisherigen Systems in einen Archivordner verschoben, den Ordner mit persönlichen Daten kann man jedoch übernehmen. Die Option „Löschen und Installieren“ entfernt das bisherige System und erstellt das Betriebssystem völlig neu. Dies ist etwa empfehlenswert, wenn es beim bisherigen System Probleme gab.

Sinnvoll ist es in jedem Fall, das alte Betriebssystem zu „klonen“, um bei Bedarf darauf zurückgreifen zu können. Dafür gibt es das Programm » Superduper: In knapp fünf Stunden schaufelt das für den gelegentlichen Einsatz kostenlose Werkzeug 750 000 Dateien auf eine externe Festplatte und sorgt dafür, dass man das Klon-System auch starten kann. Um die Wahl zu haben, muss man beim Booten nur die „Alt“-Taste gedrückt halten.

Boot Camp integriert

Das größte Manko beim Mac ist die fehlende DirectX-Unterstützung für Computerspiele. Um es zu beheben, kann man mit „Boot Camp“ einen eigenen Bereich einrichten, in dem Windows installiert wird - erforderlich ist dafür eine Lizenz des Microsoft-Systems.

„Boot Camp“ gehört jetzt fest zum neuen Betriebssystem Mac OS X 10.5 „Leopard“ dazu, nachdem es bislang nur als » Testversion bereitgestellt, aber bereits häufig genutzt wurde. In der Vollversion unterstützt Boot Camp auch spezielle Mac-Hardware wie die integrierte Kamera iSight. Die Windows-Treiber dafür müssen nicht länger auf eine CD gebrannt werden, sondern stehen auf der DVD von „Leopard“ zur Verfügung. Sobald Windows installiert ist, kann man beim Einschalten des Computers mit gleichzeitig gedrückter „Alt“-Taste entscheiden, ob Mac oder Windows gestartet werden soll.

Wer die Windows-Umgebung innerhalb des Mac-Systems nutzen will, kann dies mit einer „virtuellen Maschine“ einrichten. Diese Lösung eignet sich zwar nur bedingt für Computerspiele, ist aber sehr geschmeidig, wenn man auf ein bestimmtes Windows-Programm wie etwa die Software des Arbeitgebers angewiesen ist.

Für virtuelle Maschinen auf dem Mac gibt es im Wesentlichen zwei Anbieter. Der » Parallels Desktop funktionierte im Test auch unter dem neuen „Leopard“. Die Software hat zwar festgestellt, dass sich da etwas geändert hat, war aber im Test nach kurzer Zeit in der Lage, die Windows-Umgebung zu starten. Für die Alternative » Fusion von VMWare soll es in Kürze ein kostenloses Update auf die Version 1.1 geben, die dann ebenfalls mit dem „Leopard“ zurechtkommt.

Apples sechste Wildkatze

Der Leopard ist bereits die sechste Wildkatze, nach der ein Mac-Betriebssystem benannt ist. Den Anfang machte 2001 ein Gepard, auf Englisch „Cheetah“ (Mac OS X 10.0). Noch im gleichen Jahr folgte der Puma (10.1), ehe der Jaguar (10.2) 2002 unter anderem das Mac-Adressbuch einführte. Mit dem Panther (10.3) hielten 2003 der Browser Safari und die Fensteransicht „Exposé“ Einzug auf dem Mac. Der Tiger (10.4) brachte im April 2005 dann das „Dashboard“ mit den Widgets, also kleinen Mini-Programmen für den digitalen Alltag. Welches Krallentier für das nächste Betriebssystem Pate steht, ist noch nicht bekannt.

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